31.10.2019 - 0:2 gegen den RSV Meinerzhagen

Auf Kryptonit gebissen

Was für Superman das Kryptonit ist, scheint für den SC Wiedenbrück in dieser Saison der RSV Meinerzhagen zu sein. Denn nach der Niederlage im Hinspiel der aktuellen Oberligasaison unterliegt unsere Elf dem RSV auch im Viertelfinale des Westfalenpokals mit 0:2 (0:0). In einem packenden Pokalfight entschieden die Gäste die Partie in den Schlussminuten mit einem Doppelschlag letztlich etwas glücklich für sich und ziehen damit in das Halbfinale ein.

 

Vor den 440 Zuschauern in Jahnstadion startete unsere Elf mit Simon Schubert und Oliver Zech in der Innenverteidigung, davor übernahm Daniel Brinkmann die Sechserposition, Luei Omar kehrte in die Spitze zurück und Viktor Maier lief nach auskuriertem Pferdekuss wieder auf der rechten Schiene auf.

 

Die Begegnung des Ersten gegen den Dritten der Oberliga Westfalen hielt dann auch vom ersten Atemzug das, was sich die Zuschauer erhofft hatten: Beide Mannschaften prallten mit komplett offenem Visier aufeinander und lieferten sich in zahlreichen Pressing- und Gegenpressingsituationen intensive Duelle und Zweikämpfe.

 


Mit voller Wucht – Trafen beide Mannschaften über 90 Minuten aufeinander. Hier erhält Tim Geller von den Wertungsrichtern gleich eine 5,8 für die hervorragend ausgeführte Synchorngrätsche.

 

Dennoch dauerte es bis zur 30. Minute ehe es in den Strafräumen erstmalig etwas heißer wurde. Zunächst stibitzte Aday Ercan die Kugel aus dem Meinerzhagener Spielaufbau, wurde frei vor Johannes Focher aber kurz vor dem Torschuß geblockt. Im Gegenzug setzte dann Ron Berlinski einen Fallrückzieher spektakulär neben das Tor von Marcel Hölscher. Unser Fänger war kurz vor der Pause erneut gefordert, als er in einer 1:1 Situation gegen Alessandro Tomasello fantastisch reagierte und so einen Pausenrückstand verhinderte.

 


Teil des Spiels – Auch wenn Nuri Sahin nicht auf dem Spielbericht auftauchte und weitestgehendst die Öffentlichkeit scheute, war der Profi von Werder Bremen in der Coaching Zone der Gäste die prägende Person und peitschte über 90 Minuten lautstark Anweisungen auf den Rasen.

 

Bemerkenswert: Bewegte sich die Durchschnittsgeschwindigkeit der Partie in der ersten Hälfte nahezu durchgängig im dreistelligen km/h – Bereich, so ließen beide Mannschaften im zweiten Abschnitt keinen Wimpernschlag nach und jagten sich gleich wieder im höchsten Tempo über den Platz.

 

Nach einer Handvoll Halbchancen leitete die beste Wiedenbrücker Chance des gesamten Spiels die heiße Endphase ein: Nach einem halbwegs verunglückten Abstoß von Johannes Focher, tauchte der eingewechselte Xhuljo Tabaku plötzlich blitzeblank vor eben diesem Focher auf, scheiterte aber mit seinem Flachschuss an einer prächtigen Fußabwehr des RSV – Fängers (74.).

 


Wieder fit – Nachdem Viktor Maier zuletzt aufgrund eines Pferdekusses im Oberschenkel pausieren musste, kehrte Viktor gegen Meinerzhagen in die Starelf zurück und dürfte damit auch in Enneptal eine Option für Björn Mehnert sein.

 

Die Entscheidung fand der Pokalabend dann (aus Wiedenbrücker Sicht) leider erst zehn Minuten später. Denn da rauschte eine leicht abgefälschte Ecke von Ewald Platt an Mann und Maus vorbei zum 0:1 ins Wiedenbrücker Tor. Ein Doppelwechsel mit dem Björn Mehnert Lukas Klantzos und Vadim Thomas in die Partie brachte, führte dann leider keine Wende mehr herbei, denn Alessandro Tomassello erzielte nur wenige Sekunden später mit einem trockenen Schuß aus 20 Metern das 2:0 und besorgte damit die endgültige Entscheidung.

 


Da ist es passiert – Viktor Maier und Marcel Hölscher können der frisch eingeschlagenen Kugel nur noch hinterher schauen.

 

Damit verabschiedet sich der SC Wiedenbrück aus dem laufenden Westfalenpokal und hat bereits am kommenden Sonntag beim TuS Ennepetal die Chance mit einem Dreier in der Liga, der heutigen Niederlage ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Anstoß im Bremenstadion ist um 14:15 Uhr!