08.04.2017 - Robin Twyrdys Treffer reichte nicht

Dabei fing alles so gut an…

Der SC Wiedenbrück verliert bei RW Oberhausen trotz guter erster Halbzeit mit 1:3 (1:1). Während Robin Twyrdy Schwarzblau früh nach einer Ecke mit 1:0 in Führung brachte, glich Arnold Budimbu noch vor der Pause aus, Simon Engelmann und Raphael Steinmetz schossen RWO dann im letzten Drittel des Spiel zum, dann nicht mehr unverdienten, Sieg.

 

Gingen die Gastgeber rein arithmetisch nach zuletzt fünf Siegen in Folge als klarer Favorit in die Begegnung, so juckte dieser Umstand unsere Elf nicht die Bohne und Batarilo, Lekesiz & Co. bestürmten in der Anfangsphase das Oberhausener Tor mit maximaler Wucht.

 

RW Oberhausen - SC Wiedenbrueck
Wiedersehen – Gegen seine ehemaligen Mannschaftskammeraden gab Gökan Lekesiz eine engagierte Leistung ab, blieb im Abschluß aber glücklos.

 

So kratzte Robin Udegbe gleich nach fünf Minuten einen Schuss von Gökan Lekesiz mit der Außenkante seines Handschuhs zwar noch von der Linie, nur 28 Sekunden später zappelte die Kugel dann aber doch hinter ihm im Netz. Denn da hatte Robin Twyrdy eine feine Standardvariante (die Stipe Batarilo auf den kurzen Pfosten servierte) zum 1:0 für den SCW mit dem Führungstreffer belohnt.

 

RW Oberhausen - SC Wiedenbrueck
Erster am Rollfeld – Pünktlich um 14:06 Uhr hob Air Twyrdy am Flughafen Oberhausen ab. Nach einigen Turbulenzen im weiteren Flugverlauf war die Landung gegen 15:47 Uhr eher ruckelig. Tomatensaft wurde nicht gereicht.

 

Da sich RWO auch Anschluss nur auf Kinderbodenturnniveau wehrte, erspielte sich unsere Elf gleich die nächsten Chancen: Zunächst klatschte eine Batarilo – Vollspannkelle nur an den rechten Pfosten (22.), dann jagte Carsten Strickmann einen 25 – Meter – Volleystrahl etwas zu zentral auf das Oberhausener Gehäuse (31.).

 

Schien das 2:0 zu diesem Zeitpunkt nur eine Frage der Zeit, stellte der etwas moppelig wirkende, aber sich brachial durchsetzende Arnold Budimbu den Spielverlauf abrupt auf den Kopf und bestrafte einen leichtfertigen Wiedenbrücker Ballverlust im Spielaufbau mit dem schmerzhaften Treffer zum 1:1 Ausgleich (38.).

 

RW Oberhausen - SC Wiedenbrueck
Nur schwer zu stoppen – Sebastian Spinnrath und Arnold Budimbu lieferten auf der linken Seite sich kantige Duelle.

 

In der Halbzeitpause schien Oberhausens Coach Mike Terranova dann endgültig den Kipp-Schalter für dieses Spiel betätigt zu haben.

 

Denn während es unserer Elf in der ersten Hälfte immer wieder gelang flach, schnittig und mit hohem Tempo die RWO – Abwehr zu beschäftigen, wählten unsere Jungs in Abschnitt zwei eher den hohen Ball in die Spitze. Dort gelang es dann nicht mehr das Spielgerät in den eigenen Reihen zu halten, um damit für Entlastung des Defensivverbunds und eigenen Torgefahr zu sorgen.

 

RW Oberhausen - SC Wiedenbrueck
Vollbeschäftigung – Oliver Zech und Carsten Strickmann standen in der zweiten Hälfte unter Dauerfeuer und hatten mit extrem flexibel agierenden Scheelen, Fleßers und Bauder alle Hände voll zu tun.

 

So hatten dann schnell nach Wiederanpfiff Scheelen, Fleßers und Engelmann bereits die Führung für die Gastgeber auf dem Fuß, die der Ex-Verler dann aber in der 72. Minute, mit seinem mittlerweile traditionellen Tor gegen den SCW, doch noch erzielte.

 

RW Oberhausen - SC Wiedenbrueck
Gepriesen sind die Skifahrer – Marcel Hölscher gibt im Dribbling gegen Simon Engelmann maximalen Druck auf den Außenski.

 

Zwar wechselte Ali Beckstedde im Anschluss alles offensive ein, was seine Bank hergab, aber die Hereinnahmen von Pierre Merkel, Daniel Latkowski und Tobias Puhl wirkte sich nicht mehr zählbar für den SCW aus.

 

Im Gegenteil: Mit dem Schlusspfiff überraschte der eingewechselte Raphael Steinmetz Marcel Hölscher und Carsten Strickmann mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck und stellte damit den 3:1 Endstand her.

 

RW Oberhausen - SC Wiedenbrueck
Das Fußballrätsel am Samstag – Bis Spielende konnte nicht abschließend geklärt werden, warum die beiden Damen auf einem Reifenstapel vor der nahezu menschenleeren Gegentribüne saßen. Ebenso ungeklärt blieb, wer denn nun Sandy Schulte und wer Candy Kellinghaus ist.

 

„Wir sind sehr gut reingekommen und haben durch das frühe Tor zudem an Sicherheit gewonnen. Wir haben dann nach der Pause zu oft den langen Ball gewählt und damit zunehmend unter Druck geraten. Wir nahezu keine Entlastung mehr und dann war es irgendwann nur noch eine Frage der Zeit bis das 2:1 fällt“, zog Ali Beckstedde ein nüchternes Fazit unter einen am Ende nüchternen Tag, obwohl bis um kurz vor drei die Wiedenbrücker Welt mehr als in Ordnung war.

 

Die nächste Gelegenheit auf ein Erfolgserlebnis hat unsere Mannschaft dann schon wieder am kommenden Donnerstag, wenn ab 19:30 Uhr die TSG Sprockhövel zu einem vorösterlichen Heimspiel im Jahnstadion auftaucht.

 

Alle Daten zum Spiel