06.10.2018 - Daniel Brinkmann trifft aus 20 Metern

Die Punktesammler punkten

Der SC Wiedenbrück holt mit einem 1:1 (0:1) gegen den Wuppertaler SV nicht nur den insgesamt zwölften Zähler der Saison, sondern aufgrund der angespannten Personalsituation und einem erneut unglücklichen Spielverlauf ein dickes Sternchen für die Moral und den Teamgeist.

 

„Der Oktober ist für uns ein spannender Monat. Da werden viele wichtige Punkte verteilt. Darum sind wir gleich im Training damit angefangen“, erklärte Björn Mehnert nach Spielende seine Entscheidungsfindung zur Auswahl seines kickenden Personals an diesem Samstag.

 

So verteilte das Trainerteam unter der Woche für jede einzelne Übung Punkte, die am Ende aufsummiert wurden und so unter anderem Tim Geller einen Platz in der Innenverteidigung bescherten: „Tim hat sehr gut trainiert und auch im Spiel eine piksaubere Leistung abgegeben. Ich glaube da hat sich der Anreiz schon gelohnt, den wir unter der Woche gesetzt haben“.

 


Einwandfreie Leistung – Tim Geller überzeugte bei seinem Regionalligadebüt und bildete zum Ende mit Mike Andreas, die wohl jüngste Wiedenbrücker Innenverteidigung seit der Wiedervereinigung.

 

Neben dem Neuzugang von den Sportfreunden Siegen, rückten David Loheider, Daniel Latkowski, David Hüsing und Daniel Brinkmann wieder in die Anfangself und bekamen von ihrem Trainer eine kompakte 4:4:2 Grundordnung verpasst, aus der sie erst in der eigenen Hälfte die Zweikämpfe aufnahmen und so die Wuppertaler sehr lange sehr weit vom eigenen Tor entfernt halten konnte.

 

Erst nach gut einer halben Stunde rückte dann immer mehr Marcel Hölscher in den Mittelpunkt, der bei Chancen von Jonas Erwig – Drüppel, Giuseppe Pisano und Christopher Kramer aber jeweils bärenstark parierte.

 

Kurz vor der Pause war dann aber auch „Hölle“ machtlos, als Gaetano Manno einen von Daniel Latkowski (an Angelo Langer) verursachten Strafstoß zur Gästeführung einlochte.

 


Sieht witzig aus – War aber (hoffentlich) so gewollt. Marcel Hölscher überragte zwischen den Pfosten und hatte so maßgeblichen Anteil am Punktgewinn seiner Mannschaft.

 

Nur zwei Minuten später hätte Manno um ein Haar die Vorentscheidung erzielt, dieses Mal blieb unser Fänger aber Sieger, als er den listig getretenen Freistoß unter dem Jubel der knapp 500 Zuschauer aus der Mauerecke kratzte und so seine Jungs mit dem schmalsten aller Rückstände in die Kabine brachte.

 

In den zweiten Durchgang startete unsere Elf mit einer kleinen aber nicht unentscheidenden Änderung. Denn Daniel Latkowski (jetzt rechts vorne) tauschte mit David Hüsing den Arbeitsauftrag und wurde so zu einem absolut belebenden Element in der schwarzblauen Offensive.

 


Immer mittendrin – David Loheider rieb sich über 95 Minuten mit allen vorhandenen Wuppertaler Gegenspielern und sorgte so immer wieder für Unruhe.

 

Da war es dann nur folgerichtig, dass dem fantastischen Ausgleichstreffer von Daniel Brinkmann, der die Kugel, mit seiner ihm eigenen Lässigkeit, aus gut 20 Metern volley in den Giebel jagte, eine energische Vorarbeit von Daniel Latkowski vorausging.

 


„Die erste Runde geht auf Dein Kreuzband“ – Daniel Brinkmann, Björn Weisenborn und Tristan Duschke feiern gemeinsam mit Marvin Studtrucker den Ausgleichstreffer.

 

War die Partie anfangs eher zurückhaltend in den sonnigen Nachmittag gestartet, so spitzte sich die Begegnung zum Ende hin immer mehr zu. Angefangen von Kevin Hagemann’s Pfostentreffer, über intensive Zweikämpfe inklusive Rudelbildung bis hin zu einem spektakulären Lattentreffer von André Mandt in der Nachspielzeit, ging es in den zweiten 45 Minuten in hohem Tempo rauf und runter.

 


Das größte Comeback, seit Jesus an Ostersonntag – Diese kuriose Szene brachte selbst unseren seit vielen hundert Spielen gestählten Stadionsprecher Hans-Dieter „Paschi“ Paschköwitz aus dem Konzept. Nach einer, im Luftkampf zugezogenen Verletzung, schien Tristan Duschke bereits gegen den an der Seitenlinie stehenden Daniel Schaal ausgewechselt worden zu sein, sprang dann aber auf und kehrte doch wieder auf das Spielfeld zurück. Eine verrückte Szene, die mit der Hoffnung verbunden ist, dass der später dann doch noch unter Schmerzen ausgewechelte Ex-Wuppertaler sich nicht doch schwerer verletzt hat.

 

Letztlich fand das Spiel mit dem 1:1 aber einen gerechten Ausgang, der als absolut positiver Grundstein für die nächsten Spiele unserer Mannschaft in Kaan-Marienborn, gegen den 1. FC Köln II und beim TV Herkenrath taugen dürfte!

 


Trotz des am Ende gerechten Unentschieden – War niemand so richtig mit dem 1:1 zufrieden. Weder Wuppertals Fänger Joshua Mroß…

 


… noch unsere Jungs, die nach Abpfiff zusammengekauert ihrer Enttäuschung über den möglichen Sieg luft machen.