09.03.2019 - 2:0 Sieg in Wattenscheid

Drei Punkte im Sturm erobert

Da isser, der erste Dreier des Jahres 2019! Mit 2:0 (0:0) gewinnt der SC Wiedenbrück bei der SG Wattenscheid 09 und lässt sich dabei weder von einem vehement verteidigenden Gastgeber aufhalten, noch von Sturm, Hagel, Blitz und Donner!

 

Nicht ganz überraschend startete unsere Mannschaft mit ähnlichem Personal wie beim 3:0 Derbysieg über den SC Verl. Einzig Daniel Latkowski rückte wieder in das rechte Glied der Viererkette und Mike Andreas lief an der Seite von Marcel Leeneman in der Innenverteidigung auf. In der taktischen Ausrichtung kehrte Björn Mehnert zum klassischen 4:2:3:1 zurück und ließ Kamil Bednarski vor Daniel Brinkmann in der Spitze starten und verordnete seinen Jungs ein brutales Pressing.

 

Mit dem böigen Wind im Rücken lief unsere Mannschaft die Wattenscheider immer wieder in höchstem Tempo bis in die letzte Reihe an und investierte so von der ersten Sekunde an unfassbar viel in diese eben auch nicht ganz unwichtige Partie.

 


Alles reingehauen – hier klärt David Hüsing gegen Lex Lobinger.

 

Während Patrick Schikowski und Daniel Brinkmann früh die Chance auf die Führung besaßen, blieben die Gastgeber nur in der Anfangsphase über den ein oder anderen Angriff über die Außenbahnen gefährlich.

 

Nachdem Kamil Bednarski nach gut einer halben Stunde freistehend aus knapp acht Metern ebenfalls knapp das Tor verfehlte, besaß Oliver Zech mit dem Pausenpfiff die beste Wiedenbrücker Torchance der ersten Hälfte, als er die Kugel aus gut 25 Metern per Spann in Lichtgeschwindigkeit durch den Lohrheide – Windkanal jagte, dann allerdings nur das Aluminium traf.

 


Ein schöner Hieb – Das Wattenscheider Gestänge wackelte noch bis in die späten Abendstunden.

 

Als sich in der Pause ein Wolkenbruch mit Hagel, torfsackgroßen Regentropfen und noch mehr Wind als ohnehin schon entlud, blieb auf beiden Seiten von der guten Absicht den Nachmittag mit Fußballspielen zu verbringen nicht mehr allzu viel übrig.

 


Die Trillerpfeife hatte Schweigepflicht – Hatte unsere Elf Glück bei einem Handspiel im Strafraum ohne Elfmeter davon gekommen zu sein, so profitierte Edin Pepic in dieser Szene, als er Daniel Brinkmann gestreckt und mit hohem Bein abräumte, ebenfalls von einem ausbleibenden Pfiff.

 

Denn nun entwickelte sich ein intensiver Fight, in dem beide Mannschaften um jeden Zentimeter des, mittlerweile völlig zerrupften und an einen Truppenübungsplatz erinnernden, Rasenplatzes kämpften.

 


Eine Liebhaberei für Meteorologen – Der Nachmittag in Wattenscheid bot so ziemlich jede denkbare Wetterkapriole. Als zu Beginn der zweiten Hälfte sogar der Blitz kurz hinter der Würstchenbude einschlug, unterbrach Schiedsrichter Wollenweber die Partie für knapp zehn Minuten.

 

Es dauerte dann auch gut eine Stunde, bis die 502 Zuschauer in der altehrwürdigen Lohrheide den ersten gut strukturierten und zu Ende gespielten Angriff kredenzt bekamen. Umso schöner, dass dies auch noch dem SC Wiedenbrück gelang und Kamil Bednarski an dessen Ende mit einem chirurgisch perfekt gesetzten Kopfball gegen die Laufrichtung von Edin Pepic zum 1:0 einnickte (61.).

 


Gesucht und gefunden – Kamil und Patrick Bedkowski trafen für den SC Wiedenbrück und harmonierten im gesamten Spiel prächtig.

 

Da Fußballspielen aufgrund der großflächigen Wasserlachen auf dem Spielfeld quasi nicht mehr in Frage kam und Mike Andreas und Marcel Leeneman gegen die jweils drei Meter großen Lex Lobinger und Sebastian van Santen in der Luft überragend abräumten, benötige der SCW nur ein einziges Mal einen echten Dreipunkteschutzengel, als Marcel Leeneman im Strafraum ein abgefälschter Ball an die Hand sprang, der Pfiff von Schiedsrichter Wollenweber aber ausblieb.

 


Auch ohne Elfmeter eine starke Partie – Marcel Hölscher verriet auf rutschigem Rasen und verrücktem Wind keine Unsicherheit und spielte zum zweiten in Folge zu Null.

 

Die endgültige Entscheidung stellte dann Patrick Schikowski kurz vor dem Ende her, als er einen Konter zum 2:0 abschloss und damit die Regionalligapunkte 21 bis 23 für seine Jungs auf die Tabelle schweißte.

 

„Es war für uns ein immens wichtiges Spiel auf extrem schwierigem Geläuf. Wir haben gut zehn Minuten benötigt, um reinzukommen. Hatten dann aber durch Daniel Brinkmann und Kamil Bednarski sehr gute Chancen auf die Führung.

 

Bei dem Wetter war dann klar: Wer das erste Tor schießt hat einen großen Vorteil. Das waren zum Glück wir, haben den Gegner dann weit vom eigenen Tor ferngehalten und sind immer durch Umschaltaktionen gefährlich geblieben.

 


Ein regenbogenfarbener Silberstreif – Auch wenn sich hartnäckig die Meinung hält, dass ein Regenbogen nur dann entsteht, wenn sich zwei Einhörner gegenseitig das Einhorn einhörnen, könnte dies auch besagtes Licht am Ende des Abstiegskampftunnels sein.

 

Wir haben heute gesehen, dass die Mannschaft lebt. Wir werden weiter fighten und das werden die kommenden Gegner auch zu spüren bekommen“, gab sich Björn Mehnert für die kommenden Wochen kämpferisch.

 

Am nächsten Samstag erwarten wir mit RW Oberhausen den Tabellenzweiten an der Rietberger Straße. Anstoß ist am Samstag um 14 Uhr!