14.04.2017 - 2:0 gegen die TSG Sprockhövel

Durchatmen

Der SC Wiedenbrück gewinnt gegen die TSG Sprockhövel mit 2:0 (2:0) und nimmt damit einen großen Schluck aus der Klassenerhaltspulle! Denn mit dem zweiten Heimsieg in Folge setzt sich der SCW auf neun Punkte von Fortuna Düsseldorf II ab und hat bei nur noch fünf ausstehenden Spielen alle Trümpfe auf der Hand auch in diesem Jahr vorzeitig die Regionalliga zu sichern.

 

Vor den 495 Zuschauern tauschte Ali Beckstedde sein Personal im Vergleich zum Spiel in Oberhausen nur auf einer Position: Für Paterson Chato startete Tobias Puhl neben Gökan Lekesiz in der Sturmspitze und verlieh seiner Mannschaft damit eine phasenweise atemberaubende Dynamik.

 

SC Wiedenbrueck - TSG Sprockhoevel
Jetzt trifft er auch noch – Der in den letzten Wochen immer besser werdende Julian Wolff erzielte mit einer feinen Einzelleistung das 1:0 für den SC Wiedenbrück…

 

Unsere Mannschaft fand unvermittelt Zugang zum Spiel und strahlte im Spielaufbau mit Carsten Strickmann und Robin Twyrdy Ruhe und auch Zielstrebigkeit aus.  Mit Geduld wartete der SCW so auf die Lücke im Deckungsverbund der Gäste und sandte dann immer wieder scharfe, tiefe Bälle durch die Schnittstellen der Sprockhöveler Viererkette und sorgte so speziell über die Außenbahnen immer wieder für Gefahr.

 

Gleich in der Anfangsviertelstunde boten sich Tobias Puhl und Gökan Lekesiz tolle Chancen als beide jeweils nur knapp die messerscharfen Hereingaben von Sebastian Spinrath verpassten. Als dann Sprockhövels Fänger Sven Möllerke zunächst einen Freistoß von Stipe Batarilo aus dem Dreieck fummelte und nur kurze Zeit später bei einem Tumult auf der Torlinie gleich mehrfach eingreifen mußte, war die Wiedenbrücker Führung bereits überfällig.

 

SC Wiedenbrueck - TSG Sprockhoevel
Richtig gut – Sebastian Spinrath schaltete sich in der ersten Hälfte häufig und mutig in die Offensive ein und bereitete gleich eine ganze Handvoll bester Torchancen vor.

 

Der Treffer zum 1:0 war dann schließlich Julian Wolff vorbehalten, der nach einem schneidig getretenen Eckball von Stipe Batarilo mit einem einwandfreien Manndeckertor, als er auf der Linie angeschossen wurde, die erlösende Führung erzielte (23.).

 

Unsere Elf hielt das Tempo hoch und zog, die extrem das Zentrum verdichtenden, Gäste immer wieder mit schnellen Seitenverlagerungen auseinander.

 

Die Vorentscheidung fiel dann quasi mit dem Halbzeitpfiff durch Tobias Puhl: Der auffälligste Spieler der ersten Hälfte erzielte ebenfalls nach einer Ecke das 2:0 und sorgte damit zur Pause für eine verhältnismäßig entspannte Stimmung im Jahnstadion.

 

SC Wiedenbrueck - TSG Sprockhoevel
Mit „Tobi“ hatten sie nicht gerechnet – Tobias Puhl war zusammen mit Gökan Lekesiz im ersten Durchgang nicht mit vier Lassos einzufangen und erzielte noch vor der Pause das wichtige 2:0.

 

Überlief der SC Wiedenbrück die Gäste in der ersten Hälfte immer wieder im höchstem Tempo und generierte so eine Vielzahl an Torchancen, so nahm der SCW zum zweiten Spielabschnitt gleich zwei, drei Rieman von der Orgel, verwaltete die Führung unaufgeregt und hätte bei einer adipösen Chance von Tobias Puhl, der die Kugel aus acht Metern und völlig freistehend in den vorösterlichen Abendhimmel drosch (63.), frühzeitig die Entscheidung herbeiführen können.

 

Entscheidend war dies zum Glück nicht, denn erst als Sprockhövels Coach mit Christian März einen der umworbendsten Spieler der Rergionalliga einwechselte, fanden die Gäste zumindest ansatzweise ins Spiel. Aber auch seine beiden Torabschlüsse rauschten zunächst am Tor vorbei (72.) und wurde dann eine sichere Beute von Marcel Hölscher (81.).

 

SC Wiedenbrueck - TSG Sprockhoevel
Hätte einen Treffer verdient gehabt – Gökan Lekesiz wird hier von Finn Heisterholt abgedrängt und verpasst so seinen zehnten Saisontreffer nur knapp.

 

Letztlich brachte der SCW den neunten Saisonsieg aber ohne größeren Blutdruck über die Uhr und hat sich mit diesem Sieg eine sehr gute Ausgangsposition für die noch ausstehenden fünf Saisonspiele gesichert.

 

„Wir sind engagiert ins Spiel gegangen und haben uns speziell in der ersten Hälfte eine Vielzahl an Chancen erarbeitet. Die Tore waren in der Entstehung zwar etwas glücklich, letztlich aber verdient. Morgen fragt danach aber keiner mehr“, war Ali Beckstedde mit seinen Jungs rundum zufrieden und fasste den Abend dann knackig und treffend zusammen: „Drei Punkte, zu Null: Das ist das entscheidende im Fußball“, recht hat er!

 

Weiter geht es für den SC Wiedenbrück bereits am nächsten Freitag mit einem weiteren Heimspiel: Am 21.04.17 ist dann die U23 von Borussia Mönchengladbach zu Gast im Jahnstadion, Anstoß ist dann um 19:00 Uhr!

 

Alle Daten zum Spiel