20.10.2019 - 1:0 Sieg bei Preußen Münster II

Ein gutes Pferd

Für Spiele wie die des SC Wiedenbrück heute Nachmittag bei Preußen Münster II hat Paul Schockemöhle seinerzeit wohl auf dem Rücken seines Hannoveraner Wallach’s Deister das Sprichwort „Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss“ in sein Notizbuch gekritzelt.

 

Denn bei dem 1:0 gegen die Münsteraner Drittligareserve reichte unserer Elf eine starke Anfangshalbestunde, sowie ein Tor von Tim Geller zum fünften Ligasieg in Folge. Anschließend verteidigte unsere Mannschaft lauf- und kampfstark und verpasste bei zahlreichen Kontersituationen eine mögliche Vorentscheidung.

 

Fünf Tage nach der rauschenden Pokalnacht gegen den SV Lippstadt musste Björn Mehnert auf den verletzten Oliver Zech verzichten, für unseren Mannschaftskapitän lief der wiedergenesen Daniel Brinkmann auf und steuerte aus der Zentrale das Wiedenbrücker Spiel.

 

Bei extrem widrigen Bedingungen, die stoisch niederprasselnden Regen und einen rutschigen Kunstrasenplatz beinhalteten, knüpfte der SCW vom Start weg an die starke Pokalleistung an: Clever aber mit der notwendigen Galligkeit liefen unsere Jungs den Spielaufbau der Preußen an und ließ die Heimelf so lange nicht zu ihrem Spiel finden.

 

Viktor Maier nach tollem Flugball von David Hüsing (8.) und Tristan Duschke, der eine Beckhoff – Hereingabe volley knapp verzog (14.) hatten auch schnell die ersten Tormöglichkeiten.

 

Mit den beiden Versuchen hatte unsere Elf die Preußen – Deckung dann scheinbar weich geschossen, denn nur sechs Minuten später flog Tim Geller gut getimt in eine Beckhoff – Ecke und drückte das pitschnasse Kunstleder am langen Pfosten zum 1:0 über die Linie.

 

Sieben Minuten später war Björn Mehnert dann zum ersten Mal gezwungen sein Personal zu verändern, denn Viktor Maier musste nach einer rüden Attacke den Platz verlassen. Für ihn rückte Xhuljo Tabaku auf die rechte offensive Position.

 


Gute Besserung – Viktor Maier musste bereits in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt vom Feld. Drücken wir ihm die Daumen, dass er schnell wieder für den SC Wiedenbrück auf den Rasen zurückkehrt.

 

Mit dem Wechsel ging unseren Kickern etwas der Zugriff auf das Aufbauspiel der Heimelf abhanden und die Preußen kamen in Folge dessen zu einer dicken Torchance, als Lukas Frenkert eine Flanke von der linken Seite neben das Tor köpfte.

 

Die Gelegenheit den Pausentee etwas süßer anzurühren, ließ dann noch Simon Schubert mit dem Pausenpfiff liegen, als er einen Eckball drei Meter vor dem Tor um Haaresbreite am langen Pfosten vorbeisetzte (45.).

 

Zum zweiten Durchgang erschienen die Preußen mit deutlich mehr Druck im Spielaufbau und verlagerten das Geschehen so aus den Tiefen der eigenen Hälfte zumeist rund um die Mittellinie. Dort trafen sie jedoch auf eine starke Wiedenbrücker Zentrale, die in Person von Daniel Brinkmann, Lukas Demming und Aday Ercan Zweikampf um Zweikampf gewann.

 


Starker Auftritt – Auch wenn sich Luei Omar nach dem Abpfiff nicht als Torschütze auf der nicht vorhandenen Anzeigetafel sah, gab er bis zu seiner Auswechslung eine kämpferisch, wie taktisch tadellose Leistung ab und erfüllte seine Aufgabe in der Wiedenbrücker Pressingmaschine zu 100%.

 

Die zwei, drei Torchancen der Gastgeber fischte dann entweder Marcel Hölscher aus irgendeinem Eck seines Tores oder die Angriffe zerschellten bereits an Simon Schubert, der gestern in höchster Not wohl auch die angrenzende Pommesbude inklusive Grill, Fritteuse und Bedienpersonal aus dem Strafraum geköpft hätte.

 


Vorentscheidung verpasst – Xhuljo Tabaku und Kollegen verpassten es den Nachmittag frühzeitig für sich zu entscheiden.

 

Letztlich schnappt der SC Wiedenbrück weitere drei Punkte und baut den Vorsprung auf das Verfolgerfeld, das nun von RW Ahlen angeführt wird, auf drei Zähler aus.

 

Wir wünschen unserer Elf eine gute Regeneration, Viktor Maier und Oliver Zech eine gute Besserung und freuen uns auf den kommenden Freitag, wenn der FC Eintracht Rheine ab 19:30 Uhr unser nächster Gegner im Jahnstadion ist.