10.03.2018 - Der erste Sieg 2018!

Für Viktor und Toni

Der SC Wiedenbrück ist im Fußballjahr 2018 angekommen. Mit einer beeindruckenden Leistung besiegt unsere Elf den FC Wegberg – Beeck mit 5:1 (3:0) und rehabilitiert sich damit nicht nur für die 0:1 Niederlage in Rhynern, sondern auch für das Hinspiel in Wegberg. Als starke Geste widmete unsere Elf die erzielten Tore den beiden schwer verletzten Viktor Maier und Toni Celik und unterstrich so die tolle Kameradschaft im Team, die auch in den glückbefreiten letzten Wochen nicht gelitten hat.

 

Im Vergleich zum Spiel in Rhynern änderte Björn Mehnert nicht nur die Grundordnung auf ein klassisches 4:2:3:1, sondern änderte gleich auf nicht weniger als sieben Postionen sein Personal.

 

So gab auf der linken Schiene Mariusz Rogwoski sein überraschendes und zeitgleich überzeugendes Comeback. Jeffrey Volkmer verteidigte rechts, Robin Twyrdy innen neben Julian Wolff. Die Doppelsechs bildeten Yannick Geisler und Oliver Zech, in der Spitze startete erstmals Tammo Harder vor Daniel Brinkmann auf der Zehn. Die offensiven Außenpositionen übernahmen David Hüsing (rechts) und Marvin Büyüksakarya (links).

 

SC Wiedenbrueck - FC Wegberg Beeck
„Rogowski, die Legende“ – das könnt ihr ruhig schreiben, raunte Daniel Brinkmann den Pressevertretern zu, während sie den ausgelaugten, aber glücklichen Mariusz Rogowski zu den vergangenen 90 Minuten befragten. Und das mit recht. Denn aus dem Stand messerte „Rogo“ die linke Außenbahn rauf und runter und räumte unter stehenden Ovationen der Zuschauer alles unbarmherzig ab, was auch nur entfernt nach Gegenspieler aussah.

 

Was vom Start weg ausfiel: Der SCW präsentierte sich nach den beiden Auftaktniederlagen 0,0 verunsichert, überdrehte aber auch nicht und fand dank dieser sehr guten Balance und eines aus allen Poren schießenden Siegeswillen schnell und gut in die Partie.

 

So war es Kapitän Julian Wolff vorbehalten mit einem perfekt gesetzten Kopfball in den linken Winkel das erste Wiedenbrücker Pflichtspiel Tor zu erzielen und damit den Schraubverschluss des Spiels zu öffnen.

 

SC Wiedenbrueck - FC Wegberg Beeck
Den kann man mal so machen – Mit dem eingebauten Geodreieck in der Stirn zirkelte Julian Wolff die Kugel zum 1:0 auf das Pi-Quadrat genau in den Knick.

 

Der Rückstand erwischte die bis dahin gut organisierte Gäste kalt, denn gleich mit dem nächsten Angriff rammte Marvin Büyüksakarya einen Abpraller im Rebound zum 2:0 über die Linie und entsorgte damit jeglichen angesammelten Schwermut der vergangenen Wochen (27.).

 

SC Wiedenbrueck - FC Wegberg Beeck
Die Freude ist zurück – Marvin Büyüksakarya und Yanick Geisler freuen sich über das 2:0.

 

Ein mal im Flow erhöhte Robin Twyrdy im Anschluss an eine Brinkmann – Ecke nur fünf Minuten später auf 3:0 und stellte damit nicht nur das Halbzeitergebnis, sondern quasi auch schon die Entscheidung her.

 

Denn auch in der zweiten Hälfte taten sich die Gäste schwer eigene Angriffe zu initiieren und hatte Glück bei einem Fallrückzieher von Robin Twyrdy (52.) und einem Abschluss von David Hüsing, der von Tammo Harder fantastisch in Szene gesetzt wurde (54.), dass es nicht direkt nach dem Wiederanpfiff schon erneut im Gebälk klingelte.

 

SC Wiedenbrueck - FC Wegberg Beeck
Steigende Formkurve – Tammo Harder passte das SCW – Trikot mit fortschreitender Spieldauer immer besser und deutete mit zwei bärenstarken Aktionen in der zweiten Halbzeit an was da noch so alles in ihm schlummert.

 

Da war es dann vielleicht das einzige Haar in der samstäglichen Regionalligasuppe, dass Shpend Hasani tatsächlich den ersten nennenswerten Angriff der zweiten Halbzeit gleich zum 1:3 Anschlusstreffer nutzte (60.).

 

Wirklich Bange musste den über 400 Zuschauern um ihre Mannschaft aber nicht mehr werden. Denn zunächst stürmte Tammo Harder nach einem listigen Zweikampf frei auf das Wegberger Tor zu und zielte noch knapp drüber (64.), ehe David Hüsing nach einer starken Aktion von Aygün Yildirim keine Mühe hatte die Kugel aus drei Metern über die Linie zu drücken (66.).

 

Das träufeln der Petersilie auf den Wiedenbrücker Kartoffelsalat war dann Marvin Büyüksakarya vorbehalten, der nach einer zu kurz abgewehrten Ecke von Stipe Batarilo die Kugel aus gut 25 Metern volley aus der Hüfte ins Tor jagte und so den Tag mit dem 5:1 veredelte.

 

SC Wiedenbrueck - FC Wegberg Beeck
„Nach rechts wischen heißt: Gut“ – Alexander Brentrup demonstriert Soner Dayangan die neuesten Apps auf seinem Nokia 4711.

 

„Wir wollten zurück zu unseren Automatismen. Darum habe ich mich für die Spieler entschieden, die mir in der Trainingswoche gezeigt haben, dass sie das umsetzten wollen“, erklärte Björn Mehnert nach dem Spiel seine rasante Rotation, mit der am Ende des Tages genau die richtige Entscheidung getroffen hatte, um seine Elf wieder in die richtige Spur zu setzen.

 

SC Wiedenbrueck - FC Wegberg Beeck
Auf dem Weg der Besserung – Während Viktor Maier aktuell noch in Köln im Krankenhaus liegt, konnte Toni Celik das Spiel seiner Jungs schon wieder im Stadion verfolgen.

 

Mit diesem Sieg rückt der SCW vor auf den 5. Tabellenplatz und reist am kommenden Samstag zum TuS Erndtberück ins dann hoffentlich nicht mehr verschneite Siegerland!

 

Alle Daten zum Spiel