03.11.2017 - Über 1.600 Zuschauer sehen packendes 0:0

Furioses Derby bleibt torlos

Der SC Wiedenbrück und der SC Verl trennen sich nach 90 intensiven und extrem spannenden Minuten mit 0:0 Unentschieden. In einem pickepackevollen Jahnstadion sahen die 1.670 Zuschauer zahlreiche toll herausgespielte Torchancen, leidenschaftlich geführte Zweikämpfe und ein Spiel auf Augenhöhe, dass zwar in der zweiten Halbzeit in die schwarzblaue Richtung kippte, am Ende aber kein Tor mehr für unsere Elf parat hielt.

 

Hochzeit Leonie und Hendrik
Lange Schlangen – Bis kurz vor Anpfiff standen die Zuschauer bis hin zur „Alten Tenne“ an der Kasse an. Weitere Indizien für den massiven Zuschauerzuspruch: Bereits eine halbe Stunde vor Anpiff mussten Karten in der Geschäftsstelle nachgedruckt werden. Zudem waren erstmalig bereits vor Anpfiff die legendären Mettbrötchen mit doppelt Zwiebeln im VIP-Bereich vergriffen!!!

 

Nachdem der gute Schiedsrichter Jörn Schäfer aufgrund des massiven Zuschauerandrangs die Partie mit knapp zehn minütiger Verspätung angepfiffen hatte, übernahmen zunächst die Gäste die Kontrolle über das Spiel. So hatte Patrick Kurzen nach nur wenigen Sekunden gleich die erste Torchance und schüttelte unsere Elf damit gleich mal kräftig durch.

 

Die Antwort darauf zogen Daniel Brinkmann, dessen Schuss im Strafraum geblockt wurde und Aygün Yildirim, der nur knapp über das Tor köpfte allerdings postwendend aus dem Stutzen.

 

Hochzeit Leonie und Hendrik
Mit allem was dazu gehört – Nach Abpfiff der Partie sollte die Anzahl der notorischen Derbyleugner deutlich abgenommen haben. Denn neben richtig gutem Fußball boten die 90 Minuten alles was das Fußballherz begehrt: Kampf, Leidenschaft, Rudelbildung und zahlreiche (friedliche) Emotionen.

 

Die Spielanteile glichen sich fortan nahezu an, wobei sich die Mannschaft von Guerino Capretti mit zwei sehr guten Möglichkeiten zum Ende der ersten Hälfte, als Marcel Hölscher gegen Patrick Kurzen und Mehmet Kurt jeweils glänzend parierte, ein leichtes Chancenplus erarbeitete.

 

Suchte der SCW in Halbzeit eins erst rund um die Mittellinie nach Zweikämpfen, so schob Björn Mehnert seine Jungs zum Start in den zweiten Durchgang im Spiel gegen den Ball gut zwanzig Meter weiter nach vorn und unterband so den Verler Spielaufbau wirkungsvoll. Denn die daraus resultierenden langen Bälle fing unsere Mannschaft in der Regel sicher ab und leitete im Gegenzug Angriffe ein, die nahezu minütlich gefährlicher wurden.

 

Hochzeit Leonie und Hendrik
Abgeräumt – Julian Wolff sorgte zusammen mit Robin Twyrdy in der Flugverbotszone rund um den eigenen Strafraum mit resoluten Zweikämpfen für Ruhe und ließen im zweiten Durchgang nahezu keine Verler Chance mehr zu.

 

Den Auftakt bildete ein schneller Gegenstoß über die linke Seite, an dessen Ende Viktor Maier die Kugel für Aygün Yildirim ablegte und dieser aus Nahdistanz nur hauchdünn am kurzen Pfosten vorbeischoss (52.).

 

Hochzeit Leonie und Hendrik
Perfekte Vorarbeit – Viktor Maier setzt jetzt gleich Aygün Yildirim in Szene, der das Verler Tor anschließend nur knapp verfehlen sollte.

 

Verl tauchte in der Folgezeit nahezu nicht mehr ernsthaft oder torgefährlich vor des Hölschers Tor auf, erst als kurz vor dem Ende ein Kopfball im Anschluss an eine Ecke knapp am langen Pfosten vorbeirauschte, hatten die gut 250 mitgereisten Verler Anhänger den Torschrei auf den Lippen.

 

Bis dahin hatte unsere Mannschaft aber schon durch Aygün Yildirim, dessen Schuss nach einem Dribbling erneut geblockt wurde und der kurze Zeit danach volley über den Querbalken zielte, sowie durch Oliver Zech, der in einer ähnlichen Szene völlig freistehend ebenfalls zu hoch ansetzte jeweils 100%ige Torchancen.

 

Hochzeit Leonie und Hendrik
Tohuwabohu – Phasenweise überschlugen sich die Ereignisse und Gegenspieler im Verler Strafraum. Über die Linie wollte die Kugel trotzdem nicht.

 

Am höchsten kochten die Emotionen der Zuschauer dann kurz vor dem Ende, als zunächst Toni Celik einen Ball in die Tiefe zu Stipe Batarilo verlängerte und dieser im Rahmen eines durchaus pfeifbaren Zweikampfs mit Julian Stöckner im Strafraum zu Boden ging. Schiedsrichter Jörn Schäfer deutete in der Aktion zwar zunächst an pfeifen zu wollen, ließ anschließend aber nach Blickkontakt mit seinem Assistenten weiterlaufen. Damit besiegelte er das, unter dem Strich für die Verler am Ende zwar etwas glückliche, aber eben auch nicht nicht unverdiente, 0:0 Unentschieden.

 

Hochzeit Leonie und Hendrik
Verrückter Typ – Mit Platzwunde und Dieter – Hoeness – Revival – Turban warf sich Toni Celik in Kopfballduelle und bereitete so die elfmeterreife Szene mit Stipe Batarilo vor.

 

Obwohl an diesem Abend also letztlich die Tore fehlten, blieb ein fantastischer Fußballabend, der mit über 1.600 Zuschauern nicht nur einen würdigen Rahmen verliehen bekam, sondern der auch unterstrich, warum die beiden Kreisrivalen zu den aktuell besten Mannschaften der Liga zählen. Denn mit moderner, mutiger und offensiver Ausrichtung boten beide Teams teils rasanten Fußball, der jetzt schon Lust auf das Rückspiel im kommenden Jahr an der Poststraße macht!

 

Für unsere Elf geht es am kommenden Freitag gleich kantig weiter, denn dann steht das Auswärtsspiel beim Tabellenführer KFC Uerdingen an. Anstoß in der altehrwürdigen Grotenburg ist um 19:30 Uhr.

 

Alle Daten zum Spiel