02.03.2019 - 3:0 Sieg in Verl nach Verlängerung

„Hölle“ macht sich unsterblich

Der SC Wiedenbrück gewinnt das Westfalenpokalhalbfinale beim SC Verl mit 3:0. Was bis dahin erstmal nicht außergewöhnlich wäre, wird komplett verrückt, da die Entscheidung erst im Elfmeterschießen fiel. Dort brachte ein unfassbarer Marcel Hölscher, der schon in der regulären Spielzeit einen Strafstoß abgewehrt hatte, seine Jungs dank drei weitere gehaltener Elfmeter spektakulär ins Finale und löste damit nach Abpfiff die komplette Eskalation seiner Mannschaftskollegen und der mitgereisten Fans aus.

 

Den Weg in dieses Elfmeterschießen fand unsere Mannschaft durch eine intensive, leidenschaftliche und auch clevere Leistung. So hatte Björn Mehnert seine Truppe in einer 4:4:2 Ordnung mit Raute auf den Rasen geschickt, nutzte so clever die Räume zwischen den Verler Ketten und hebelte damit das Angriffspressing der Gastgeber fast über die gesamten 120 Spielminuten aus.

 


Die Merkel – Taktik gewinnt – Ähnlich wie unsere aktuelle Kanzlerin setzte Björn Mehnert am Samstag auf die Raute und überlistete damit das Verler Pressing.

 

Zudem agierte Schwarzblau hochgradig konzentriert und laufstark, stellte so in fast allen Situationen Überzahl her und atmete sogar einen 29-minütige Unterzahlsituation weg, da Tristian Duschke in der ersten Minute der Nachspielzeit mit Gelb-Rot in die Kabine geschickt wurde.

 


Die erste Dusche für Duschke – Gleich zu Beginn der Verlängerung kassierte Tristan Duschke eine gelb-rote Karte und ist damit beim kommenden Spiel des SC Wiedenbrück bei der SG Wattenscheid 09 gesperrt.

 

Erste Chancen verbuchten dann Kamil Bednarski, dessen Freistoß an den Außenpfosten touchierte (9.) und Patrick Schikwoski, der nach feinem Pass von David Hüsing frei vor Robin Brüseke auftauchte, aber an einem Reflex des Verler Schlussmanns scheiterte (16.).

 

Die beste Chance im ersten Durchgang besaß aber der Verler Jannik Schröder, der nach 43 Minute mit einem extrem fragwürdigen Foulelfmeter nicht ganz überraschend an Marcel Hölscher scheiterte.

 


Zum Glück ohne Konsequenz – Schiedsrichter Bastian Börner zeigt nach einem vermeintlichen Foul des herausragenden Marcel Leeneman auf den Strafstoßpunkt. Hätte er sich auch sparen können, denn mit Elfmetern war unserer Mannschaft an dem Tag nicht beizukommen.

 

Der zweite Spielabschnitt verlief dann lange Zeit ohne nennenswerte Strafraumszenen. Die erste wirklich klare Torchance besaß Patrick Schikowski neun Minuten vor dem Ende, als er von Kamil Bednarski glänzend freigespielt Julian Stöckner auf der Linie anschoss.

 

In der anschließenden Verlängerung geriet unsere Mannschaft wie eingangs erwähnt zwar schnell nummerisch in Unterzahl, agierte aber weiterhin mutig und hatte kurz vor dem Ende durch Patrick Schikowski sogar die Möglichkeit auf den Lucky Punch.

 


Rasante Entwicklung – Mike Andreas lief zunächst als rechtes Glied in der Raute auf, rückte in der Verlängerung dann für Tristan Duschke in die Innenverteidigung und löste beide Aufgaben richtig gut.

 

Beim anschließenden Elfmeterschießen fischte Marcel Hölscher dann gleich drei unfassbare Elfmeter aus dem Eck und sicherte dem SC Wiedenbrück bei Treffern von André Wallenborn, Oliver Zech und Kamil Bednarski fast im Alleingang den Einzug ins Finale.

 


Der Hölschernator – Mit insgesamt vier gehaltenen Elfmetern ritzte unser Fänger seinen Namen tief in das Geschichtsbuch des Krombacher – Westfalenpokals.

 


Jezt aber auch nicht gleich durchdrehen – Vier Elfmeter zu halten ist jetzt schon ganz ok. Haben aber auch schon andere mit dezenterem Trikot und hübscheren Haaren geschafft: Es gibt jetzt zwei Uwe Kamps

 

Auch wenn letztlich Marcel Hölscher mit einer epischen Leistung Vater, Mutter und Onkel dies Sieges war, so stand alledem aber auch eine absolut bärenstarke Leistung unserer Mannschaft vorne an, die über 120 Minuten und davon teils in Unterzahl alle vorhandenen PS investierte, um das Spiel zu gewinnen und damit hoffentlich viel Schwung für die nach ausstehenden Meisterschaftsspiele mitnimmt!

 

***Breaking News***

Soeben geht folgende Meldung vom Wiedenbrücker Dreigestirn über den Ticker:

Alle Wiedenbrücker Fans, die Rosenmontag in einem Marcel Hölscher Kostüm dem Rosenmontagszug beiwohnen, bekommen an allen Bierständen in der Stadt drei Bier zum Preis von vier!

 

Guten Durst!

 

Weitere Bilder folgen am Sonntag!