06.04.2019 - 1:0 Sieg in der Nachspielzeit

Im Keller brennt wieder Licht

Was für eine Eruption! Patrick Schikowski schießt den SC Wiedenbrück mit seinem Treffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit gegen den SV Rödinghausen zum ersten Heimsieg des Jahres 2019 und löst damit im Jahnstadion einen unfassbaren Jubelstrum aus. Nach übereinstimmenden Medienberichten war dieser Impuls (mit dem Epizentrum Rietberger Straße 29) sogar auf den Seismographen im Deutschen Erdbebenzentrum in Traben – Trabach nachzuweisen.

 

Dabei sah es lange nach einem neuerlichen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt aus. Unsere Elf, die mit dem frisch entsperrten Robin Twyrdy in der Viererkette und mit Daniel Brinkmann (in Abwesenheit der verletzten Kamil Bednarski und David Loheider) als offensivstem Spieler antrat, mühte sich über die gesamte Spielzeit die Sollbruchstelle im Rödinghausener Gebälk zu finden, ohne aber die defensive Stabilität zu sehr zu vernachlässigen.

 

So ging es mit einem 0:0 in die Endphase einer Partie, die bis dahin nur wenig Höhepunkte erlebt hatte. Kurioserweise leitete dann aber eine Rödinghausener Ecke die Szene ein, die die 520 Zuschauer im Jahnstadion in Sekundenbruchteilen komplett aus dem Häuschen bringen sollte.

 

Denn da hatte Marcel Hölscher die zweite Hereingabe nach einer Ecke der Gäste locker aus der Luft gepflückt und mit einem gedankenschnellen Abwurf Daniel Schaal in Richtung der mittelschwer entblößten Rödinghausener Abwehr geschickt.

 

Nach einem zackigen Sprint über das halbe Spielfeld schickte er den mitgelaufenen Patrick Schikowski auf die Reise, der von einem unfassbar cleveren Laufweg André Warkentins profitierte und so aus verhältnismäßig spitzem Winkel auf das Gästetor zustürmte. Bei seinem Schuss ins kurze Eck traf er auf einen nicht zwingend disponierten Niclas Heimann, der anschließend diesen kreuzgefährlichen Feuerball durch die Hosenträger ins Tor gleiten sah.

 

Der Rest war Jubel, Erlösung und Hoffnung. Denn mit diesem Sieg bleibt unsere Elf der Kölner U23 ebenso auf den Fersen, wie der SG Wattenscheid 09, die beide ihre Spiele gewannen und rückt dem SV Straelen bis auf fünf Punkte auf die Pelle.

 

Viel wichtiger dürfte aber die Erkenntnis sein, dass sich das Glück doch mal wieder auf die Seite des SC Wiedenbrück geschlagen hat und das Spiel beim Wuppertaler SV am kommenden Samstag nun in einem völlig neuen Licht erscheint.

 

In einem Licht, dass unsere Mannschaft heute wieder angeknipst hat und das uns jetzt hoffentlich bis zum Ende der Saison zum Klassenerhalt trägt… Und dann können sich die Seimsmographen in Traben – Trabach aber mal schön warm anziehen!