03.08.2019 - 5:1 beim TuS Erndtebrück

Kann losgehen!

Mit einem schmalen 5:1 (2:0) beim TuS Erndtebrück ist der SC Wiedenbrück gestern Abend als erste Mannschaft in die zweite Runde des Westfalenpokals eingezogen und zeigt sich damit bestens gerüstet für den Meisterschaftsauftakt am kommenden Freitag beim FC Gütersloh.

 

Was rein numerisch eindeutig klingt, sah auf dem Kunstrasen des malerisch gelegenen Pulverwaldstadion auch optisch so aus.

 

Denn während die Gastgeber alle Noppenschuhe damit zu tun hatten, die Ordnung zu halten, Lücken zu schließen und den Ball vom eigenen Tor fern zu halten, war der SCW bemüht, geduldig aber auch mit der notwendigen Zielstrebigkeit die weichen Stelle im Erndtebrücker Gebälk zu finden.

 

Mit erfreulicher Effizienz münzte der SCW dann auch gleich die erste Gelegenheit in den ersten Pflichtspieltreffer der Saison 19/20 um. Denn nach sandte Phil Beckhoff einen listig angeschnittenen Freistoß auf die Stirn von Ercan Adday, der aus sechs Metern keine Mühe hatte zum 1:0 für Schwarzblau einzunicken.

 

Anschließend ging es kurios weiter. Als nach einem weiten Anspiel Erndtbrücks Fänger Niklas Knopf bei einem Abwehrversuch Phil Beckhoff kopfüber in den Kunstrasen rammte, zeigte Schiedsrichterin Nadine Westerhoff folgerichtig auf den Elfmeterpunkt.

 


An drei Toren beteiligt – Phil Beckhoff startete in der Mehnertschen 4:3:3 – Ordnung auf der linken Außenposition und setzte gleich mehrere spielentscheidende Akzente.

 

Oliver Zech legte sich die Kugel zurecht, scheiterte mit seinem Schuss aber Knopf. Als Mann und Maus auf den abprallenden Ball zustürmten, brachte Moritz Brato David Hüsing etwas ungelenk zu Boden. Wieder ein Pfiff, wieder Elfmeter. Dieses Mal läuft Simon Schubert an und stellt humorlos auf 2:0.

 


„Ich block ihn weg Bruder“ – Simon Schubert überzeugte nicht nur in der defensive, er verwandelte zudem einen Foulelfmeter zum 2:0 und blockte Aday Ercan den Weg zum 1:0 frei.

 

Ergaben sich aufgrund der defensiven Ausrichtung der Gäste im ersten Durchgang aus dem Spiel heraus eher wenig Möglichkeiten, so änderte sich das Bild in den zweiten 45 Minuten erheblich.

 

Denn speziell über die Außenbahnen erspielten sich unsere Jungs jetzt sehenswerte Torchancen und nutzen zwischen der 51. und 58. Minute gleich derer drei und stellten damit die Entscheidung her. Den Anfang machte Lukas Demming, der eine zu kurz abgewehrte Flanke trocken über die Linie schob, ehe der eingewechselte Leon Tia mit einem Heber aus vollem Lauf das vielleicht schönste Tor des Abends erzielte. Den Schlusspunkt setzte Phil Beckhoff, als er einen Freistoß in die Mauerecke schnibbelte.

 


Fleißkärtchen – Vadim Thomas agierte in der Sturmspitze und erfüllte offensiv wie defensiv seine Aufgabe zu 100%.

 

Besonders positiv: Trotz der erzielten fünf Tore blieb der SCW auf dem Gas und erspielte sich weitere gute Möglichkeiten, dass in dieser Phase die Gastgeber mit dem ersten ambitionierten Torschuss das 1:5 durch Manfredas „Manni“ Ruzgis erzielten: Geschenkt.

 

Mit einem Auftritt, der Spielern wie den mitgereisten Wiedenbrücker Fußballfans richtig viel Spaß gemacht hat, fahren jetzt am Freitag in den Gütersloher Heidewald und schauen dort mal nach wo die Tore stehen.

 

Auf dem Weg dorthin steht morgen noch ein Testspiel beim Lüner SV an. Anstoß am Schwansbell ist um 14 Uhr.