15.03.2017 - 1:4 bei RW Ahlen

Kräftig kassiert

Ein Mal tief durchatmen: Der SC Wiedenbrück verliert das Nachholspiel bei RW Ahlen mit 1:4 (0:2) und verpasst damit einen weiteren großen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt. Bilal Abdallah (17.) und Tolga Tüter (23.) hatten die Gastgeber bereits vor der Pause mit 2:0 in Führung gebracht, ehe René Lindner (71.) und ein unglückliches Eigentor von Julian Wolff (77.) die Niederlage endgültig besiegelten. Der Anschlusstreffer von Pierre Merkel (84.) kam leider viel zu spät.

 

Standen vor Anpfiff noch einige personelle Fragezeichen auf der Taktiktafel, so musste Ali Beckstedde letztlich doch „nur“ auf Robin Twyrdy (5. Gelbe Karte), Carsten Strickmann (Prellung am Kopf) und Mariusz Rogowski (Trainingsrückstand) verzichten. Neu in die Mannschaft rückten Daniel Latkowski (rechts hinten) und Daniel Brinkmann im zentralen Mittelfeld, der den Umständen entsprechend ein gutes Startelfdebüt feierte.

 

Die Geschichte des Spiels ist in diesem Fall verhältnismäßig schnell erzählt: Nach etwas zähem Beginn nutzten die Gastgeber ihre ersten beiden Chancen jeweils kalt aus. Während Bilal Abdallah eine Kombination über die rechte Ahlener Seite mit einem Hieb aus kurzer Distanz ins kurze Eck zum 1:0 veredelte (17.), sanktionierte Tolga Tüter einen leichten Wiedenbrücker Ballverlust im Aufbauspiel mit dem 2:0 (23.).

 

RW Ahlen - SC Wiedenbrueck
Wenn es erstmal nicht läuft – Nur selten fand der SC Wiedenbrück in die Zweikämpfe wie hier Marvin Büyüksakarya.

 

Verbuchte der SC Wiedenbrück bis zur Pause nur eine nennenswerte Chance (Kirschstein hält fantastisch gegen Batarilo, Merkel steht beim Abstauber im Abseits), standen für den ehemaligen Zweitligisten noch derer drei Großchancen auf der Tapete, die das Spiel bereits vorzeitig hätten entscheiden können, es aber nicht taten, weil entweder Marcel Hölscher parierte oder der Pfosten rettete.

 

Sollte zur Pause noch die Hoffnung durch die dick eingemummelten gut 50 Wiedenbrücker Fußballfans gewabert sein, dass nach dem Seitenwechsel das Spiel einen anderen Verlauf nehmen würde, so war bereits nach den Anfangsminuten der zweiten Hälfte klar, dass dieser Fußballabend in Gänze ein Fall für den Recyclinghof werden würde.

 

Denn Ahlen stand hinten sicher, presste vorne mit aller Vehemenz und erspielte sich zudem eine ganze Reihe Torchancen, die unsere Jungs sichtlich beeindruckten. Trotz allem dauerte es bis zur 71. Minute ehe Rene Lindner im Anschluss an einen Eckball mit dem 0:3 die endgültige Entscheidung erzielte und zum Abschluss Julian Wolff die Kugel, ebenfalls nach einer Ecke, unglücklich zum 0:4 ins eigene Tor abfälschte (77.).

 

RW Ahlen - SC Wiedenbrueck
Wer hat die Fernbedienung? Oliver Zech und Daniel Brinkmann fühlen sich sichtlich wie im falschen Film.

 

Zwar erzielte Pierre Merkel mit seinem dritten Treffer in der Rückserie noch den 1:4 Anschlusstreffer (84.), zu diesem Zeitpunkt war das Fell des Bären aber schon lange abgezogen, verteilt und über dem Kamin im Wersestadion aufgehängt.

 

Das Gute im Schlechten: Passiert ist eigentlich nix, noch immer hat unsere Mannschaft neuen Zähler Abstand auf den ersten Abstiegsplatz und dazu hat sie bereits am kommenden Samstag gegen die U23 des 1. FC Köln die Chance auf frische Regionalligapunkte. Das ist ja auch schon mal etwas!