07.03.2018 - 0:1 in Rhynern

Läuft nicht

Es gibt Phasen im Leben da kann man sich drehen und wenden wie man will, da läuft maximal die Nase und sonst gar nichts. In so einer Konstellation scheint derzeit unsere 1. Mannschaft zu stecken.

 

Nicht nur, dass sie in den vergangenen Wochen teils dramatischste Verletzungen (Viktor Maier, Neco Mohammad, Toni Celik) einstecken musste, am heutigen Abend ging auch das zweite Meisterschaftsspiel in diesem Jahr verloren. Mit 0:1 (0:0) musste sich der SCW am Ende Westfalia Rhynern geschlagen geben.

 

Auf dem Rasenplatz am Papenloh, der den Charme eines Truppenübungsplatzes versprühte, setzte Björn Mehnert in der Defensive auf eine Dreierkette (Tristan Duschke, Marcel Leenemann und Julian Wolff), ein fünfer Mittelfeld mit Carsten Strickmann und Oliver Zech auf der Doppelsechs, sowie mit Neuzugang Michél Harrer und Aygün Yildirim auf zwei echte Spitzen.

 

Der Plan mit zwei Angreifern und einem nominell starken Mittelfeld gleich Druck auf die Gastgeber aufzubauen, ging in der ersten halben Stunde glänzend auf. So zappelte nach zehn Minuten die Kugel bereits zwei Mal im Tor des Ex-Wiedenbrückers Alexander Hahnemann. Allerdings hatte der Schiedsrichter beim ersten Einschlag zurecht auf Abseits entschieden und den zweiten Treffer aufgrund eines scheinbaren Foulspiels die Anerkennung verweigert.

 

Westfalia Rhynern - SC Wiedenbrueck
Zählte nicht – Auch der zweite Wiedenbrücker (hier Aygün Yildirim) versagte Schiedsrichter Siewer die Anerkennung.

 

In der Folgezeit hatten Michél Harrer (zielt am kurzen Pfosten vorbei) und Stipe Batarilo (wird frei vor Hahnemann abgedrängt) weitere gute Gelegenheiten für unsere Elf, ehe sich die Westfalia nach 35 Minuten mit einem Schuss ans schwarzblaue Quergebälk im Spiel anmeldete.

 

Nach der Pause entwickelte sich schnell der gleich Spielrhythmus, wie im ersten Durchgang. Rhynern stand tief, verteidigte mit einer körperlichen Robustheit, die ab und an über die Grenzen hinausging, aber von Schiedsrichter Thorben Siewer erst viel zu spät mit persönlichen Strafen geahndet wurde. Derweil versuchte unsere Mannschaft entweder mit langen Bällen von Tristan Duschke oder mit Kombinationen über die Außenbahn Gefahr im Strafraum der Westfalia zu generieren.

 

Westfalia Rhynern - SC Wiedenbrueck
Knapp vorbei – Der sehr agile Stipe Batarilo verpasst hier die Führung im 1:1 gegen Alex Hahnemann.

 

Dies gelang auch gleich mehrfach, allerdings fehlte allen Angriffsaktionen dieser eine entscheidende Move, um eine wirklich klare Aktion heraus zu spielen. So prallten die Wiedenbrücker Angriffe entweder an einem Körperteil der Gastgeber ab oder der finale Pass geriet zu ungenau.

 

Da passte es vielleicht ganz einfach in die momentane Situation, dass der Aufsteiger nach gut einer Stunde einen Ballverlust unserer Elf an der Mittellinie zum schönsten Angriff des gesamten Spiel nutzte, an dessen Ende Kempes Tekiela auch noch Marcel Leeneman aussteigen ließ und zur überraschenden Führung für die Westfalia einschoss.

 

Nach dem Rückstand wechselte unser Coach mit David Hüsing, Tammo Harder und Daniel Brinkmann nach und nach alle zur Verfügung stehenden offensiven Optionen ein, um dem Spiel nochmal eine Wendung zu geben.

 

Westfalia Rhynern - SC Wiedenbrueck
Kann mir einer mal die Haare raufen – Nicht alle Entscheidungen von Thorben Siewer fanden die uneingeschränkte Zustimmung der Wiedenbrücker Spieler.

 

Aber spätestens als Aygün Yildirim mit einem Vollspannstrahl aus 16 Metern Alex Hahnemann bereits überwunden hatte, dann aber nur Michael Wiese auf der Linie anschoss, war klar, dass dieser Fußballabend in Rhynern für unsere Mannschaft keinen Treffer mehr vorgesehen hatte.

 

Damit bleibt der SC Wiedenbrück auf dem 6. Tabellenplatz und freut sich am kommenden Samstag um 14 Uhr auf das erste Heimspiel des neuen Jahres gegen den FC Wegberg – Beeck!

 

Alle Daten zum Spiel