26.03.2019 - 0:2 gegen Alemannia Aachen

Mundwinkel runter

Der SC Wiedenbrück verliert das Nachholspiel gegen Alemannia Aachen mit 0:2 (0:2). Die knapp 900 Zuschauer im Jahnstadion erlebten einen bitteren Fußballabend, der mit einem Slapstick – Tor zum 0:1 seinen Anfang fand und im weiteren Verlauf mit einem verschossenen Foulelfmeter von Daniel Brinkmann, sowie zweier (hoffentlich nicht ganz so schwere) Verletzungen von Tristan Duschke und André Wallenborn weitere unschöne Überraschungen parat hielt.

 

Drei Tage nach dem 1:1 gegen den Bonner SC hatte Björn Mehnert seine Elf nur auf einer Position verändert und Daniel Schaal (links vorne) den Vorzug vor David Loheider gegeben, der wie Patrick Schikowski zunächst auf der Bank Platz nahm.

 


Tolle Kulisse – Zu den 900 Zuschauern zählten auch gut 200 Anhänger der Alemannia, die ihre Mannschaft lautstark anfeuerten.

 

Das Spiel auf dem, mit viel Liebe in Bestzustand gebrachten, Rasen im Jahnstadion startete zackig und mit viel Tempo. So tauchte nach gut acht Minuten Oliver Zech in zentraler Position mit freiem Visier vor dem Tor von Niklas Jakusch auf, verzog aber haarscharf. Auf der Gegenseite besaß Stipe Batarilo die erste Gästechance, aber auch unser ehemaliger Mittelfeldspieler verfehlte des Hölschers Gehäuse knapp.

 


Oliver Zech mag nicht mehr hinsehen – Soeben hat er mit seinem Schuß das Aachener Tor nur um Milimeter verpasst.

 

Als unsere Jungs dann Minute für Minute den Druck auf die Alemannia erhöhten, passierte etwas, was der ehemalige Bundestrainer Dieter Hallervorden mal als den gespielten Witz bezeichnete. Denn nach einem bereits abgefangenen Aachener Angriff, schoss Marcel Leeneman seinen Mitspieler Tristan Duschke so unglücklich an, dass die Kugel von dort dem sichtlich überraschten Dimitry Boele vor die Füße kullerte und er nicht die ganz große Mühe hatte das 1:0 für seine Farben zu erzielen (17.).

 

Der Rückstand verpasste den Angriffsbemühungen unserer Elf zunächst einen empfindlichen Dämpfer. In den folgenden zehn Minuten hatte die Alemannia vielleicht ihre beste Phase im Spiel und erhöhte in Folge eines Konters durch Vincent Boesen auf 0:2 (27.).

 

Unsere Elf fing sich aber verhältnismäßig schnell und erspielte sich in den letzten fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff gleich drei Torgelegenheiten, die allesamt beste Optionen auf den Anschlusstreffer boten. Aber sowohl der Schuss von André Wallenborn (41.), als auch der von Daniel Schaal (43.) und Kamil Bednarski (44.) rauschten am Aachener Gehäuse vorbei.

 

Den Gong zum Start in die zweite Hälfte läutete dann Daniel Schaal nach nur gut 85 gespielten Sekunden, denn da jagte er in einer ähnlichen Szene wie am vergangenen Samstag das Spielgerät aus knapp 15 Metern an den linken Außenpfosten und raufte sich anschließend erneut die Frisur.

 


Same procedure as last Saturday – Wie bereits gegen den Bonner SC verbeulte Daniel Schaal das Aluminium des Heimtores.

 

Die beste Chance auf den Ausgleich besaß nach etwas über einer Stunde dann aber Daniel Brinkmann, der einen Foulelfmeter (Matti Fiedler hatte André Wallenborn abgeräumt) zu allem Unglück aber an den rechten Pfosten nagelte.

 

Beeindruckend: Ob der zahlreichen Rück- Nacken- und Tiefschläge blieb unsere Mannschaft im Tempo und spulte über die Außenbahnen ein unfassbares Pensum ab. David Hüsing, Daniel Latkowski und der eingewechselte Patrick Schikowski feuerten Flanke um Flanke in den Aachener Strafraum, nur klingeln wollte es nicht mehr im Gebälk.

 


Gute Besserung – Tristan Duschke verlor nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler kurz das Bewußstein und wurde zur Kontrolle ins St. Vinzenz – Hospital eingeliefert.

 

„Ich kann meiner Mannschaft eigentlich nur einen Vorwurf machen: Sie hat kein Tor erzielt. Alles andere war einwandfrei. Wir waren spielbestimmend und haben das Geschehen über weite Strecken kontrolliert. Aachen schießt ganz vier Mal auf unser Tor und erzielt zwei Treffer. Letztlich hilft uns das aber alles nicht weiter. Uns helfen in der aktuellen Phase nur Punkte. Und die holen wir jetzt hoffentlich in Düsseldorf“, war Björn Mehnert mit dem Auftritt seiner Jungs einverstanden, nur eben mit der Torausbeute nicht.

 


Lichtblick – Auch wenn die Umstände alles andere als einfach waren, so war der erste Regionalligaeinsatz von Lukas Demming eine der positiven Erkenntnisse des heutigen Abends.

 

Drücken wir umso mehr die Daumen, dass es unserer Mannschaft gelingt am Samstag bei Fortuna Düsseldorf II den Fluch zu besiegen! Anstoß ist um 14 Uhr am Flinger Broich.