01.12.2019 - 0:5 in Paderborn

Niederlage in Paderborn

Wenn der SC Wiedenbrück in dieser Saison verliert, dann aber mit Pauken, Trompeten und vor allem mit fünf Gegentoren. Denn nach der ersten Saisonniederlage beim RSV Meinerzhagen kassiert der SCW bei seiner zweiten Saisonniederlage die gleiche Anzahl an Gegentreffern und unterliegt beim SC Paderborn II ebenfalls mit 0:5 (0:3).

 

Auf dem Rasenplatz am Breiten Bruch in Marienloh trafen zwei top – besetzte Mannschaften aufeinander. Während Björn Mehnert erstmals wieder Robin Twyrdy (Verletzung an der Achillessehne) und Viktor Maier (Rotsperre) in die Startelf beorderte, konnte Paderborns Coach Michel Kniat mit Johannes Dörfler, Babacar Gueye und Rifet Kapic gleich drei Profileihgaben ins Rennen schicken.

 


Hart aber herzlich – Der starke Luka – Nikolas Driller räumt hier Rückkehrer Viktor Maier ab.

 

Unsere Elf versuchte vom Start weg im bewährten Vollgas – Offensiv – Modus Druck auf die Deckung der Gastgeber auszuüben. Allerdings traf sie dort in Ballbesitz auf eine resolut abräumende Kette, die sich in den Zweikämpfen kaum eine Blöße gab und die sich im Spielaufbau immer wieder so clever dem Pressing entzog, dass es unserer Elf im ersten Durchgang fast nie gelang nennenswerte Umschaltaktionen zu generieren.

 

Genau diese Umschaltaktionen blieb dann dem Profinachwuchs vorbehalten, der die daraus resultierenden Torchancen zudem noch eiskalt nutzte und aus den ersten Tormöglichkeiten gleich drei Treffer erlöste. Jesse Edem Tugbenyo (10.), Phil-Thierri Sieben (21.) und Khiry Shelton (22.) verpassten dem Spiel innerhalb von nur zwölf Minuten nicht nur einen deftigen 3:0 Zwischenstand, sondern zudem auch so etwas wie eine Vorentscheidung.

 


Machtlos – Marcel Hölscher hat bei dem Schuß aus Nahdistanz von Jesse Edem Tugbenyo keine Abwehrchance.

 

Deutlich durchgeschüttelt von dem Rückstand benötigte unsere Mannschaft lange um wieder einen Fuß in die Partie zu bekommen. Erst in der 44 Minute, als Viktor Maier freistehend, aber auch deutlich aus acht Metern über das Gehäuse zielte und Phil Beckhoff anschließend noch am aufmerksamen Leon Brüggemeier scheiterte, waren die ersten nortierfähigen Torschüsse überhaupt.

 

Die Möglichkeit das Spiel vielleicht doch nochmal verrückt zu machen, besaß kurz nach dem Wechsel erneut viel Beckhoff, als er Leon Brüggemeier bereits ausgetanzt hatte, Sebastian Woitzyk seinen Schuss aber noch artistisch von der Linie grätschte (48.).

 


Sollte nicht sein – Phil Beckhoff besaß die beiden besten Wiedenbrücker Torchancen. Ein Treffer blieb ihm aber leider verwehrt.

 

Spätestens nach dieser Szene war den gut 40 mitgereisten Wiedenbrücker Zuschauern klar, dass es an diesem Nachmittag schlicht nicht gemacht war für einen weiteren schwarz-blauen Oberligasieg.

 

Im Gegenteil: Als unsere Jungs alles nach vorn warfen, schlug der SCP noch zwei Mal durch Phil – Thierri Sieben zu, der das Ergebnis am Ende auf 5:0 stellte.

 

 

Damit gewinnen die beiden letzten Saisonspiele im Jahnstadion am kommenden Sonntag gegen den ASC Dortmund und am darauffolgenden Freitag gegen den FC Gütersloh nochmal an Bedeutung und Spannung. Freuen wir uns darauf!