10.11.2017 - 1:2 gegen den KFC Uerdingen

Noch eine halbe Nummer zu groß

Der SC Wiedenbrück unterliegt dem KFC Uerdingen nach einem packenden Fight mit 1:2 (0:1). Oguzhan Kefkir hatte den Tabellenführer nach 26 Minuten in Führung gebracht und Marcel Reichwein kurz nach de Pause auf 2:0 erhöht. Nachdem Viktor Maier gut 20 Minuten vor dem Ende den 1:2 Anschluss erzielt hatte, stand das Spiel nochmal auf des Messers Schneide. Für einen Punktgewinn unserer Elf reichte es dann aber nicht mehr, da der KFC den Sieg mit viel Erfahrung und Leidenschaft letztlich auch verdient über den Zielstrich brachte.

 

Björn Mehnert hatte seine Elf im Vergleich zum Derby gegen Verl nur auf einer Position verändert: Für den wiedergenesenen Neco Mohammad nahm Yannick Geisler zunächst auf der Bank platz, die taktische Grundordnung blieb bei einer Mischung aus 4:4:2 und 4:2:3:1 mit einem sehr offensiven Daniel Brinkmann, der hinter Aygün Yildirim die zentrale Halbposition besetzte.

 

Das Spiel begann bei den scheinbar übermächtigen und zuvor 14 Mal ungeschlagenen Uerdinger, für unsere Elf ziemlich gut. Aus einer stabilen Grundordnung offenbarte der SCW keine nennenswerten Lücken, die der Gastgeber zu Offensivaktionen hätte nutzen können. So verlagerte sich das Spielgeschehen schnell in das Spielfeldzentrum, wo sich die Kontrahenten in schienenbeinverachtenden Zweikämpfen einen intensiven Abnutzungskampf lieferten.

 

KFC Uerdingen - SC Wiedenbrueck
Einer der Besten – Neco Mohammad führte zahllose Zweikämpfe und nahm es dabei tollkühn mit diversen Krefelder Kanthölzern auf.

 

Bärenstark und als letztlich auch nahezu unbezwingbar präsentierte sich das Krefelder Abwehrdreieck um die beiden Innenverteidiger Mario Erb und Christopher Schorch, sowie dem Sechser Tanju Öztürk, die mit einer Zweikampfquote nahe der 100% zahlreichen Wiedenbrücker Angriffe gut 20 Meter vor dem Tor den Stecker zogen und so verhinderten, dass unsere Elf aus dem Spiel heraus wirklich torgefährlich werden konnte.

 

Auf der Gegenseite arbeitete sich der Gastgeber nach und nach besser in die Partie und deuteten bei dem ein oder anderen überfallartigen Konter seine Gefährlichkeit an ohne aber echte Torchancen herauszuspielen.

 

Es dauerte dann bis zur 26. Minute ehe Oguzahn Kefkir nach starker Vorarbeit von Florian Rüter die Kugel zum 1:0 ins Netz drosch und damit die gefürchtete Effizienz des Tabellenführers in die Waagschale warf.

 

Da bis zur Pause Marcel Reichwein und Kevin Pino Tellez noch zwei dicke Dinger liegen ließen, blieb es zunächst bei der knappen Führung der Hausherren, die Marcel Reichwein erst zehn Minuten nach der Pause auf 2:0 erhöhen sollte. Denn da nutzte der Ex-Profi ein Missverständnis im Wiedenbrücker Deckungsverbund und lochte aus Nahdistanz lässig zum zweiten Uerdinger Treffer ein (55.).

 

KFC Uerdingen - SC Wiedenbrueck
Keine Zeit zum Traurig sein – Nachdem unsere Elf den zweiten Treffer kassiert hatte, nahm sie ihr Schicksal in die Hand und drückte mit aller Entschlossenheit auf den noch möglichen Ausgleich.

 

Schien unserer Elf nun eine deutliche Niederlage ins Haus zu stehen, so nahm das Spiel nun einen deutlich anderen Verlauf. Denn mit der Einwechslung von Toni Celik wechselte Björn Mehnert nicht nur einen frischen Außenbahnspieler ein, sondern auch eine erhebliche Dosis Aggressivität. Denn kurz nach betreten des Felds holte sich Toni gleich mal für ein ruppiges Einsteigen die gelbe Kartonage ab und schien seine Jungs damit den Weg für die verbleibende halbe Stunde gewiesen zu haben.

 

Denn nun erhöhte Schwarzblau nochmal die Intensität in den Zweikämpfen und drückte das Spielgeschehen damit in Richtung Gästetor. Als dann Viktor Maier 18 Minuten vor dem Ende mit einem Zauberfreistoß auf 1:2 verkürzte, war dies der Startschuss für eine wilde Schlussphase, in der der Tabellenführer spürbar ins Schwimmen geriet und die Führung mit Mann und Maus verteidigte.

 

KFC Uerdingen - SC Wiedenbrueck
Von Vollath gestoppt – Aygün Yildirim verpasst hier den Ausgleichstreffernur knapp.

 

Da Aygün Yildirim mit seiner besten Chance ebenso an René Vollath scheiterte, wie Viktor Maier mit einem weiteren feinen Freistoß, blieb es letztendlich bei diesem 2:1, dass den KFC Uerdingen zum Herbstmeister der Regionalliga krönt, aber eben auch unter Beweis stellte, dass unsere Elf mit allen Teams der Liga mithalten kann, aber eben auch immer noch einen besonderen Tag benötigt, um gegen die Top-Mannschaften auch tatsächlich zu punkten.

 

KFC Uerdingen - SC Wiedenbrueck
Dank an die Fans – Zusammen mit allen Spielern bedankten sich Julian Wolff und Jeffrey Volkmer bei den mitgereisten Wiedenbrücker Zuschauern.

 

Gelegenheit dazu hat der SC Wiedenbrück dann auch gleich mal am kommenden Freitagabend, denn da laufen unsere Jungs beim SV Rödinghausen auf. Anstoß im Häcker Wiehenstadion ist dann erneut um 19:30 Uhr.

 

KFC Uerdingen - SC Wiedenbrueck
Nur die Ruhe – Björn Mehnert sah ein gutes Spiel seiner Elf, in dem mit etwas mehr Überzeugung von Beginn an vielleicht noch etwas mehr drin gewessen wäre.

 

Alle Daten zum Spiel