12.08.2017 - 1:3 gegen Viktoria Köln

Rot für Batarilo zieht den Stecker

Der SC Wiedenbrück hat gegen den FC Viktoria Köln die erste Saisonniederlage kassiert. Nach Toren von (2x) Mike Wunderlich und Kemal Rüzgar sowie dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Julian Wolff unterlag unsere Elf dem Regionalligameister am Ende nicht unverdient mit 1:3 (1:2).

 

Dabei ging es für unsere Elf sehr gut los: Im Anschluss an einen weiten Ball von Marius Weeke, der für den verletzten Marcel Hölscher im Tor stand, legte die agile Aygün Yildirim die Kugel auf Oliver Zech ab, der mit einem Vollspannstrahl an Sebastian Patzler scheiterte (4.).

 

So gut unsere Elf in die Partie einstieg, so kalt war die Dusche, die Mike Wunderlich nach sieben Minuten anstellte. Denn der Kapitän ließ sich bei einem Dribbling durch den Wiedenbrücker Strafraum nicht von diversen Gegenspielern beeindrucken und jagte das Spielgerät letztlich unhaltbar für Marius Weeke zum 0:1 unter den Querbalken (7.).

 

1. FC Koeln U23 - SC Wiedenbrueck
Wunderlich, wer auch sonst – Wenn es für die Viktoria in Wiedenbrück klingelt, ist in der Regel Mike Wunderlich nicht weit entfernt. Heute dann auch gleich wieder zwei Mal.

 

In der Folgezeit zeigte der Meister, der aus einer 3:5:2 Ordnung das Spiel zu diesem Zeitpunkt clever aufbaute und sich anschließend immer wieder bis zur Wiedenbrücker Grundlinie durchkombinierte, was da so alles an Qualität in ihm steckt.

 

Erst als Julian Wolff im Anschluss an eine Ecke den Ausgleich erzielte (12.) und Björn Mehnert auf ein 4:1:4:1 Ordnung mit Pierre Merkel als einzige Spitze umstellte, hangelte sich der SCW nach und nach auf Augenhöhe.

 

1. FC Koeln U23 - SC Wiedenbrueck
Gute Entscheidung – Björn Mehnert und Yannick Geisler stellen nach den Anfangsturbulenzen die Grundordnung um.

 

Das Resultat war ein offener Schlagabtausch und besten Chancen hüben wie drüben. Zunächst fischte Marius Weeke einen Wunderlich Schuss aus kürzester Entfernung, dann verpassten Viktor Maier und Stipe Batarilo die Wiedenbrücker Führung.

 

Kurz vor der Pause drehte die Viktoria dann nochmal an der Temposchraube. Zunächst reagierte Marius Weeke gegen eine Schuss von Andre Wallenborn prächtig (39.) und fingerte in der nächsten Aktion einen Schuss von Kemal Rüzgar aus dem Knick (41.).

 

1. FC Koeln U23 - SC Wiedenbrueck
Richtig gut – Marius Weeke gab im Wiedenbrücker Tor eine tolle Leistung ab und hielt seine Jungs so bis zur 79. Minute im Spiel.

 

Machtlos war unser Schnapper dann hingegen vier Minuten später, als erneut Rüzgar vor ihm auftauchte und mit dem Halbzeitpfiff zum 2:1 für die Viktoria einlochte (45.).

 

Zur Halbzeit griff Björn Mehnert dann zu einem ungewöhnlichen, aber wie sich zeigen sollte durchaus wirkungsvollen Werkzeug: Der Coach brachte mit Toni Celik (für Pierre Merkel) den beißfreudigsten aller Kettenhunde und nahm den bis dahin kaum zu stoppenden Mike Wunderlich in Manndeckung.

 

Die Maßnahme zeigte Wirkung unsere Elf packte die Viktoria nun früh an und übte massiven Druck auf die Kölner Abwehr aus. Einziger Haken: Dieser Druck hielt nur genau zehn Minuten, denn dann musste Stipe Batarilo aufgrund einer roten Karte (Beleidigung) das Spielfeld verlassen und brachte die Gäste mit der Führung im Rücken und in Überzahl in eine komfortable Situation, die sie anschließend bequem ausspielte.

 

1. FC Koeln U23 - SC Wiedenbrueck
So ist es halt – Für eine verhältnismäßig harmlose Beleidigung eines Gegenspielers kassierte der bis dahin starke Stipe Batarilo glatt Rot.

 

Ballsicher, geduldig und mit der notwendigen Zweikampfhärte verwaltete der Meister die Führung sicher und setzte auf der Gegenseite immer wieder spitze Konter, die bereits frühzeitig die Entscheidung hätten herbeiführen können.

 

1. FC Koeln U23 - SC Wiedenbrueck
Nicht vom Glück begünstigt – Yannick Geisler & Co. versuchten es auf nassem Rasen häufig mit Schüssen aus der Distanz.

 

Es dauerte dann so ziemlich genau bis zur 79. Minute ehe Mike Wunderlich mit der ihm in die Wiege gelegten Schusstechnik Marius Weeke aus gut 20 Metern keine Chance ließ und die Kugel mit dem Innenpfosten zum 3:1 ins Tor sandte.

 

1. FC Koeln U23 - SC Wiedenbrueck
Enorm fleißig – Aygün Yildirim ging für seine Mannschaft weite weg und war häufig nur durch Fouls zu stoppen.

 

„Wenn wir ehrlich sind, ist Viktoria Köln nun mal nicht unsere Kragenweite. Wenn wir hier etwas hätten holen wollen, hätten wir in allen Bereichen 100% abrufen müssen. Das ist uns heute auf einigen Positionen aber nicht gelungen, da hätte ich mir etwas mehr Mut gewünscht. Es bringt jetzt aber nichts dem noch hinterher zu trauern. Am Montag beginnt eine neue Trainingswoche, dann konzentrieren wir uns voll auf den Bonner SC und greifen dann wieder an“, ordnete Björn Mehnert die Niederlage sachlich ein und warf den Blick schon auf das kommende Wochenende.

 

Denn dann geht es für den SC Wiedenbrück mit dem Auswärtsspiel beim Bonner SC weiter. Geplanter Anstoß im Sportpark Nord ist um 14 Uhr.

 

1. FC Koeln U23 - SC Wiedenbrueck
Nein, es ist kein Einlaufkind – Es war nur Zufall, dass mit Daniel Brinkmann (1,93) und Kevin Holzweiler (1,64) der jeweils größte und kleinste Spieler beider Mannschaften zeitgleich eingewechselt wurde.