18.08.2019 - 0:2 Rückstand in 5:2 Sieg gedreht

Spektakel gegen Sprockhövel

Der Oberliga Westfalen hat sich mit einem atemberaubenden Fußballnachmittag im Wiedenbrücker Jahnstadion vorgestellt.

 

Vor 310 Zuschauern gewinnt der SCW mit 5:2 gegen die TSG Sprockhövel, dreht dabei einen 0:2 Rückstand und begeistert am Ende mit tollen Toren und super Kombinationen.

 

Im Vergleich zum Auftaktspiel der Oberliga beim FC Gütersloh hatte Björn Mehnert seine Elf auf zwei Positionen verändert. Für den am Knöchel verletzten Tristan Duschke rückte Robin Twyrdy neben Tim Geller in die Innenverteidigung und in der Sturmspitze erhielt Daniel Brinkmann den Vorzug vor Vadim Thomas.

 


Stabilisator – Robin Twrydy sorgte mit lautstarken Kommandos für Ordnung und Struktur auf dem Platz und räumte nebenbei noch frei von jeglichen Kompromissen vor dem eigenen Tor auf.

 

Bei spätherbstlichem Wetter war unsere Mannschaft zwar um Zug nach vorne und um Spielkontrolle bemüht, handelte sich aber eben auch eine nennenswerte Fehlerquote im Passspiel und Zweikampfverhalten ein und kam so zunächst nicht für einen Treffer in Frage.

 

Deutlich effektiver war da die TSG Sprockhövel aus dem Mannschaftsbus gestiegen, denn zunächst köpfte Ibrahim Bulut eine weite Flanke unbedrängt ins Tor von Maik Rubzov (16.), ehe Johannes Sabah eine knappe Viertelstunde später am kurzen Pfosten eine Ecke zum 0:2 über die Line drückte.

 

Dem hatte unsere Elf bis dahin mehrere Halbchancen und einen Treffer von David Hüsing entgegen zu setzen, dem Schiedsrichter Florian Exner aufgrund eines Handspiels jedoch die Anerkennung verweigerte.

 


Bitter – Der sehenswerten Treffer von David Hüsing ging aufgrund eines vorhergehenden Handspiels nicht in die Wertung.

 

In den letzten 15 Minuten des ersten Durchgangs erhöhten unsere Jungs dann den Druck im Spiel nach vorn deutlich und hatten bereits durch Daniel Brinkmann und Phil Beckhoff (beide werden kurz vor dem Tor geblockt) beste Möglichkeiten auf den Anschluss auf dem Stiefel, als Oliver Zech drei Minuten vor der Pause einen Freistoß mit einem sehenswerten Kopfball aus knapp acht Metern zum 1:2 über die Linie schickte.

 

Mit dem Anschlusstreffer im Rücken, sowie den frisch eingewechselten Viktor Maier und Luei Omar nahm die Wiedenbrücker Kombinationsmaschine nach Wiederanpfiff deutlich an Tempo auf und stellte die Gästeabwehr von Minute zu Minute vor neue Probleme.

 

Es dauerte dann auch nur bis zur 58. Minute ehe die TSG die erste nicht zu lösende Aufgabenstellung präsentiert bekam. Denn da legte Luei Omar clever auf Aday Ercan ab, der keine Mühe hatte mit seinem zweiten Saisontreffer den 2:2 Ausgleich zu erzielen.

 


Bemerkenswert – Aday Ercan warf in der Defensive seine Kopfballstärke in die Waagschale und knipste im zweiten Oberligaspiel zum zweiten Mal. Fazit: Kann so weitergehen.

 

Zehn Minuten später war es denn Luei Omar selbst, der nach einem clever ausgetüftelten Freistoßtrick den SCW zum ersten Mal in Führung brachte und den Willen der Gäste endgültig brach.

 


Spaß ham’se – Und das auch völlig zurecht. Denn soeben hat Luei Omar den SCW erstmalig in Führung gebracht und freut sich auf die ersten Feierlichkeiten mit seinen neuen Mannschaftskollegen.

 

So kam unsere Elf in der Schlussphase noch durch eine Vollspannklatsche aus gut 25 Metern von Oliver Zech, sowie einen von Viktor Maier per Lupfer verwandelten Elfmeter (Aday Ercan war zuvor gefoult worden) zu zwei weiteren Treffern und schraubte das Ergebnis so auf 5:2 und schnappte sich am Ende einen nicht nur hochverdienten, sondern auch spektakulär herausgespielten ersten Heimsieg.

 


Da trifft er wieder – Nach episch langer Knieverletzung erzielte Viktor Maier wieder einen Treffer für den SC Wiedenbrück!

 

„Wir sind nicht gut reingekommen und hatten zu Beginn Probleme im Passspiel und bei den zweiten Bällen. Neben den personellen Wechseln, haben wir die Ausrichtung zur Pause auf ein 4:2:3:1 geändert und so mehr Zugriff auf das Spiel bekommen. Anschließend haben es die Jungs super gemacht und verdient gewonnen. Auch wenn das Ergebnis am Ende um einen Treffer zu hoch ausgefallen ist“, konnte Björn Mehnert mit dem Auftritt seiner Mannschaft absolut zufrieden sein.

 


Gute Besserung – Daniel Latkowski musste zur Mitte der zweiten Halbzeit mit dem Verdacht auf einen Wadenbeinbruch vom Platz getragen werden.  Für ihn übernahm Lukas Demming den Job hinten links.

 

Am kommenden Sonntag geht es für den SC Wiedenbrück dann zum Aufsteiger RSV Meinerzhagen, Anstoß im Stadion an der Oststraße ist um 15 Uhr.