07.12.2018 - 0:1 auf dem Fohlenplatz

The same old song

Begriffe wie Pech, unglücklich oder bitter sollen zuletzt ja zu Hauf in Berichten rund um die Spiele des SC Wiedenbrück Verwendung gefunden haben. Auch das Fazit zum Spiel bei der U23 von Borussia Mönchengladbach kommt nicht ohne diese Attribute aus.

 

Denn speziell in der zweiten Halbzeit bot unsere Mannschaft eine der besten Auswärtsleistungen in diesem Jahr und musste sich der jungen Borussia trotz einer Vielzahl bester Einschussgelegenheiten am Ende dennoch mit 0:1 geschlagen geben.

 

Im Vergleich zum Spiel gegen den SV Straelen nahm unser Coach zwei Änderungen in der Startaufstellung vor. Für den am Oberschenkel verletzten Daniel Latkowski lief Tim Geller hinten links auf und für den „papawerdenden“ Oliver Zech kehrte Mike Andreas nach seiner Knieverletzung erstmalig wieder zurück in die Startelf.

 

In der ersten Halbzeit empfing der SC Wiedenbrück den Bundesliganachwuchs erst in der eigenen Hälfte, verdichtete dann die Räume und suchte ab 30 Meter vor dem Tor die ersten Zweikämpfe.

 

So entwickelte sich lange ein handballähnliches Spiel, in dem die Gastgeber durch zahlreiche Seitenverlagerung Lücken im schwarzblauen Defensivverbund finden wollten.

 

Nach zwölf Minuten hatten die jungen Fohlen damit dann auch erfolg, als Justin Steinkötter auf Vorlage von Giuseppe Pisano die Kugel aus Nahdistanz über die Linie drückte.

 


Viel zu halten – Gab es für Marcel Hölscher weder beim 0:1 noch im weiteren Spielverlauf. Denn die Borussia machte aus sehr wenig sehr viel und siegte am Ende denkbar knapp mit 1:0.

 

Dies sollte für längere Zeit dann aber auch der letzte Torschuss der Gastgeber gewesen sein, denn unsere Elf stabilisierte sich defensiv zusehends und brachte nun im Gegenzug die ersten Angriffe auf den Weg.

 

Vornehmlich über die agilen Marco Pollmann und Patrick Schikowski generierte unsere Elf temporeiche Umschaltaktionen, an dessen Ende „Schiko“ gleich zwei Mal nur um einen Wimpernschlag den möglichen Ausgleich verpasste.

 

Nach dem Seitenwechsel positionierte Björn Mehnert seine Mannschaft deutlich höher und ließ den Gladbacher Spielaufbau jetzt aktiv anpressen. Mit Erfolg: Denn das vormals so geschliffene Passspiel der Borussia kam jetzt gänzlich zum Erliegen.

 

Als Resultat daraus übernahm unsere Elf nicht nur die Kontrolle über das Spiel sondern erspielte sich zudem eine Vielzahl von Torgelegenheiten.

 

Besten Möglichkeiten besaßen Patrick Schikowski, der glänzend freigespielt die Kugel aus gut elf Metern über den Fangzaun jagte, Daniel Brinkmann, der einen Kopfball aus vier Metern am kurzen Pfosten vorbei setzte und Yannick Geisler der mit zwei Fernschüssen auf dem glitschigen Rasen den Außenpfosten touchierte.

 


Die beste Nachricht des Abends – Victor Maier lief nach fast einem Jahr erstmals wieder für den SC Wiedenbrück auf und dürfte damit zu den absoluten Hoffnungsträgern der Rückserie zählen.

 

Da letztlich auch die Hereinnahmen von Tristan Duschke als Kopfballbrechstange und von Viktor Maier, der nach fast einem Jahr sein Comeback feierte, nichts Zählbares einbrachten, blieb es letztlich bei diesem unwirtlichen 0:1.

 

Drücken wir unserer Mannschaft zum Jahresendspurt gegen Alemannia Aachen am kommenden Samstag (14 Uhr, Jahnstadion) darum umso mehr die Daumen, dass es ihr dann vergönnt sein mag auch mal ein der Leistung entsprechendes Ergebnis zu erzielen.