10.04.2018 - Hüsing, Geisler und Aygün treffen

Wiedenbrück fliegt auf Platz drei

Wenn es läuft, dann eben mal auch so richtig: Mit 3:1 (1:0) gewinnt der SC Wiedenbrück bei RW Oberhausen und schnappt sich damit zum ersten Mal alle drei Punkte im Stadion Niederrhein. Mit dem fünften Sieg im sechsten Spiel fliegen Björn Mehnert und seine Jungs schon auf Rang drei der Tabelle. David Hüsing, Yannick Geisler und Aygün Yildirim sorgen mit ihren Treffern für einen alles in allem verdienten Sieg unserer Elf und belohnen damit eine bärenstarke zweite Hälfte unserer Elf.

 

Im Vergleich zum 2:0 Erfolg über Westfalia Rhynern hatte unser Coach sein Personal sanft rotieren lassen. So erhielt Tristan Duschke in der Viererkette den Vorzug vor dem zuletzt sehr guten Marcel Leeneman und David Hüsing kehrte mit frisch gezogenen Fäden (nach einem Cut an der Wade) wieder auf die rechte Verteidigerposition zurück.

 

Beiden Mannschaften war in der Anfangsphase der gegenseitige Respekt deutlich anzumerken. Alle 22 Akteure waren darauf bedacht Fehler zu vermeiden, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und keinerlei Räume für Konteraktionen zu offenbaren.

 

So erspielte sich RWO in den ersten 15 Minuten dank einer variablen Spieleröffnung und eines auffälligen Patrick Bauders leichte Vorteile, schaffte es in dieser Phase aber auch nicht klare Chancen herauszuspielen.

 

Als Björn Mehnert seine Kicker im Spiel gegen den Ball gut 30 Meter weiter nach vorne schob und so den flachen Spielaufbau der Gastgeber unterband, kippte das Spiel nach und nach in die schwarzblaue Richtung.

 

Da kam es unserer Mannschaft gerade recht, dass der erste (halbwegs) echte Torschuss gleich mal die Führung für Schwarzblau bedeutete. Denn als David Hüsing einen Schuss von der Strafraumkante auf den Oberhausener Kasten „abfeuerte“, traf er nicht nur den Ball nicht richtig, sondern die durch den Strafraum schwadronierende Kugel wurde zudem nochmals abgefälscht und rollte zu guter letzt in gefühlter Superzeitlupe an den Innenpfosten und von dort ins Tor. Kurz: Ein Dingen, dass wirklich nur dann reingeht, wenn Du seit fünf Spielen ungeschlagen bist und Dir auf der Hinfahrt keine schwarze Katze über den Weg gelaufen ist. War aber auch egal. Der Ball war drin, 1:0, Halbzeit. Fazit: Hätte schlechter Laufen können.

 

Zum Start in den zweiten Durchgang erschienen die Gastgeber mit deutlich mehr PS im Stiefel und verzeichneten auch gleich zwei gute Tormöglichkeiten als zunächst ein Kopfball knapp am Tor vorbeirauschte und anschließend Marcel Hölscher einen Schuß von Raphael Steinmetz erst im Nachfassen kontrollieren konnte.

 

Kurze Zeit danach war es aber an Yannick Geisler mit der verrücktesten Aktion des Spiels das 2:0 zu erzielen. Denn eigentlich in Überzahl auf das Oberhausener Tor angreifend, schraubte er aus über 20 Metern einen brachialen Hieb aus der Hüfte und setzte die Kugel mit einer bemerkenswerten Flugkurve ins rechte Eck (70.).

 

Gesungen war die Messe damit aber noch nicht, denn die Gastgeber wehrten sich vehement gegen die Niederlage und so kochten nicht nur auf der Tribüne und den Trainerbänken die Emotionen hoch, sondern auch auf dem Platz. Und spätestens als Tarik Kurz sieben Minuten vor dem Ende den 1:2 Anschluss erzielte, wurden Erinnerungen an die vergangenen Jahre wach, als der SCW oft bis in die Schlussphase führte, dann aber auf der Zielgeraden noch Punkte verlor.

 

So kam es dieses mal aber nicht, denn drei Minuten vor Ende der Partie wurde Stipe Batarilo von Jannik Löhden im Strafraum zu Boden gestreckt, der unglaublich fleißige Aygün Yildirim verwandelte den fälligen Strafstoß zum 3:1 und sorgte damit für den fünften Sieg im sechsten Spiel (87.).

 

Viel Zeit zum Feiern bleibt unsere Jungs nicht, denn am kommenden Sonntag wartet im Stadion Rote Erde die U23 von Borussia Dortmund auf unsere Elf und wird ihr ab 14 Uhr einen erbitterten Kampf um die nächsten Drei Punkte anbieten!

 

Alle Daten zum Spiel