10.11.2018 - 3:1 Sieg am Bruchbaum

Wiedenbrück jubelt in Lippstadt

Auf den Punkt genau hat unsere Regionalligamannschaft eine der besten Saisonleistungen aus der Paneele geschraubt und mit 3:1 (1:0) beim SV Lippstadt gewonnen. In einer immer turbulenter werdenden Tabelle springt der SC Wiedenbrück damit nicht nur deutlich über den Strich, sondern saugt sich auch an den ersten Mittelfeldplätzen fest und hat sich zudem bei nur noch einem Punkt Rückstand auf den SC Verl eine richtig gute Ausgangsposition für das Kreisderby am kommenden Freitag erarbeitet!

 

Bei frühherbstlichem Sprühregen startete unsere Mannschaft wie ein Tropensturm in die Begegnung: Vom Anstoß weg jagten David Loheider, Oliver Zech & Co. Die Gastgeber über die gesamte Spielfläche und wurden dann auch gleich bei der erste besten Gelegenheit dafür belohnt:

 

Denn da rammte Tristan Duschke eine Ecke von Daniel Brinkmann aus fünf Metern in den Rahmen und zündete damit endgültig den Flux-Kompensator bei seinem Team.

 

Unsere Elf ließ sich nun bis in die eigene Hälfte zurückfallen, stand kompakt im Zentrum und räumte spätestens 20 Meter vor dem Tor frei von jedem Humor rigoros ab. Sichtlich irritierte Lippstädter fingen sich so zahlreiche Unschärfen im Spielaufbau ein, die unsere Elf zu blitzschnellen Gegenangriffen nutzte und im Stil einer Horde pubertierender Wildpferde auf das Tor der Gastgeber zustürmte.

 


Im Rahmen des Regelwerks kaum zu bremsen – David Hüsing zeigte auf der rechten Schiene eine überragende Leistung und war im Rahmen des Erlaubten quasi nicht zu stoppen. Hier wird er von Sven Köhler abgeräumt, einen Freistoß gab es trotzdem nicht.

 

Die extra schnellen Schuhe hatte unser Betreuer Christian Zagoglou scheinbar für David Hüsing und Patrick Schikowski rausgelegt, die mit irrem Tempo immer wieder hinter die Lippstädter Abwehr stießen und von dort mit mit messerscharfen Querbällen die schwarzrote Defensive in diverse Einzelteile zerschnitten.

 

Einziger Kritikpunkt: Die Vielzahl an besten Chancen hätten Daniel Schaal, David Loheider und all die Anderen bereits zur Vorentscheidung nutzen müssen.

 

So dauerte es bis wenige Sekunden nach Wiederanpfiff, ehe es im Stadion am Bruchbaum erneut klingelte: Da setzte sich dann Tim Geller clever gegen seinen Gegenspieler durch, legte auf Patrick Schikowski ab, der im Zentrum die Kugel mit Hilfe eines Lippstädter Maulwurfs (die Kugel versprang auf dem seifigen Rasen leicht und glitt Fänger Balkenhoff durch die Hände) etwas kurios zum 2:0 über die Linie drückte.

 


Unfassbar wichtig – Seitdem Patrick Schikowski aus seiner Oberschenkelverletzung zurückgekehrt ist knatterte die Wiedenbrücker Offensive wieder auf allen Kesseln. Nach seinen beiden Treffern beim TV Herkenrath konnte sich Schiko (zusammen mit dem Maulwurf) auch in Lippstadt in die Torschützenliste eintragen.

 

Trotz des neuen Spielstands blieb das Geschehen im Anschluss auf dem Rasen gleich: Lippstadt spielte, Wiedenbrück konterte, bekam aber nicht die Haube auf den Kuchen.

 

Und so ziemlich genau zu dem Zeitpunkt, als den 825 Zuschauern ein zurücklehnendes „Das war’s dann wohl“ durch den Kopf schoss, drehte das Spiel nochmal eine irre Kapriole und der SV Lippstadt kam durch einen an sich ungefährlichen Schuss, der aber letztlich unhaltbar ins Tor abgefälscht wurde zum überraschenden Anschluss (74.).

 

Die lautstarken Lippstädter Ultras hatten aber noch nicht ganz die Fahnen ausgerollt, um den Support wieder aufzunehmen, da erstickte Daniel Brinkmann die kurz aufflackernde Hoffnung bereits wieder mit einem nicht minder kuriosen Treffer. Denn nach einer Konteraktion über David Loheider fiel unserem Zehner die Kugel gut 18 Meter vor dem Tor vor die Füße, von wo er das Spielgerät ebenfalls stark abgefälscht im Tor der Lippstädter unterbrachte (75.).

 


„Du musst ihn nur richtig anschießen“ – Daniel Brinkmann befolgte eine alte Wiedenbrücker Fußballweißheit und durfte sich anschließend mit André Mandt über das 3:1 freuen.

 

Mit dieser Dublette des 1:2 Anschlusstreffer war der Widerstand der Gastgeber dann endgültig gebrochen. In der letzten Viertelstunde lief der Nachmittag lässig aus und bescherte dem SCW immens wichtige drei Punkte.

 


„Trainerschein und Spielberichtspapiere bitte“ Da war es passiert. Im Rahmen eines Konters wurde unsere Mannschaft in einer Lippstädter Tempo 30 Zone geblitzt und von einem plötzlich auftauchenden Polizisten kurz auf den Seitenstreifen gewunken. Als Strafe gab es drei Punkte in Kaiserau und eine feuchtfröhliche Rückfahrt zurück nach Wiedenbrück.

 

„Wir hatten uns einen uns einen guten Plan zurecht gelegt und sind dafür auch belohnt worden. Wir haben sehr gut verteidigt, hatten eine sehr gute Intensität im Spiel und haben nur verpasst etwas früher den Deckel drauf zu schrauben. Letztlich bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft und freue mich vor allem darüber, dass wir jetzt wieder richtig im Geschäft sind“, konnte Björn Mehnert mit dem Leistungsnachweis seiner Kicker mehr als zufrieden sein.

 


Der einzige Wermutstropfen – Oliver Zech sah in Lippstadt die fünfte gelbe Karte und steht dem SC Wiedenbrück damit im Derby gegen den SC Verl nicht zur Verfügung.

 

Damit geht es zum offiziellen Start der Rückserie am kommenden Freitag auch schon zum SC Verl. Anstoß an der Poststraße ist dann um 19:00 Uhr!