10.08.2013 - Als die alten Zeiten jung waren....

Drum und dran in Lotte

Neben der bitteren Niederlage und der schweren Verletzung von Mariusz Rogowski bot die Partie unserer ersten Mannschaft in Lotte auch noch die ein oder andere Randnotiz.

 

Zum Einlauf der Mannschaften rollte der Lotter – Anhang ein Plakat aus, auf dem sie ihre Mannschaft aufforderten, den Pokalschreck zu stoppen. Bis zur 44. Minute werden die fairen und sangesfreudigen Anhänger das Banner aber schnell wieder in der Hosentasche versteckt haben. Denn wie berichtet verbreiteten Marwin Studtrucker und Co. in der ersten Halbzeit Angst und Schrecken im Lotter Strafraum.

stud-jubel
So ließ es sich der personifizierte Pokalschreck auch nicht nehmen, höchst persönlich zum 1:0 für unsere Farben einzunetzen.

 

bursianWährend der Tecklenburger an sich eher ein Salbei – Bonbon zum Fußball präferiert, greift der Wiedenbrücker Schlachtenbummler lieber ganz klassisch zum kühlen blonden.

 

brisevacTaktik aufgegangen: Durch das extreme verschieben der Lotter – Mannschaft öffneten sich für Nic Brisevac immer wieder große Räume, die der Youngster für schnelle Gegenstöße nutzte.

 

freibergerSinnbildlich: Im Spiel kaum in Erscheinung tretend, erzielte Kevin Freiberger zwei Treffer selbst und legte den ersten auf. Somit bewzang Effektivität  letztendlich Leidenschaft mit 4:1.

 

hoelscher-montabellZumindest ungewöhnlich: Sportsfreund und Ex-Juniorennationalspieler Fabian Montaball musste von Dr. Hölscher aufgrund eines Wadenkrampfes behandelt werden. In der Regel treten Verletzungen dieser Art eher bei Spielen morgens um 10:30 Uhr auf.

 

cheerleaderDabei war das Ambiente am Lotter Kreuz rundherum professionell. Eine tolle Infrastruktur wird von freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeitern angemessen mit Leben gefüllt. Ob es Teil der Choreografie war, den Auftritt der Cheerleader mit dem Einsatz des Wassersprengers zu begleiten ist nicht überliefert. Es machte den Auftritt jedenfalls nicht schlechter und die Mädels nahmen es gelassen.

 

yildirim-pk
Die anschließende Pressekonferenz begleiteten gleich drei Kamerateams. Auch ein Zeugnis der Lotter Ambitionen in der Regionalliga. So brachte Theo Schneider die Dissonanz in der Ausgangslage beider Mannschaften zum Ende treffend auf den Punkt. Denn während Trainer Ramazan Yildirim, der das Spiel sehr eloquent und fachlisch geschickt analysierte, mit seiner Mannschaft am Vormittag noch Standards trainierte (das 2:1 resultierte aus einer morgens einstudierten Variante) und anschließend ein Tageshotel bezog, hat der SC Wiedenbrück mit anderen Parametern zu kämpfen: „Der Stricki hat am Mittwoch und Donnerstag jeweils 10 Stunden hart gearbeitet, da ist nix mit Tageshotel“, brachte der Fußballehrer aus Selm das Dilemma dieser Liga auf den Punkt.