14.11.2020 - 4:1 Sieg über Bergisch Gladbach

Bravo, Bravo, Bravo

Mein lieber Scholli, dass wurde jetzt aber auch mal wieder Zeit! Nach gut anderthalb Monaten schnappt sich der SC Wiedenbrück endlich wieder einen stabilen Regionalligadreier und besiegt den lange renitenten SV Bergisch Gladbach am Ende verdient mit 4:1 (1:0).

 

Im Vergleich zu den vergangenen Spielen hatte Daniel Brinkmann seine Aufstellung in der Defensive auf gleich drei Positionen verändert. Für den in Quarantäne befindlichen (aber bereits zwei Mal negativ getesteten) Marcel Hölscher, striff sich Luca Beermann erstmals die Pflichtspieltorwarthandschuhe über. In der Viererkette übernahm Durim Berisha die Innenverteidigerposition neben Robin Twyrdy und Oliver Zech rückte eine Reihe vor auf die Sechs, für ihn nahm Bjarne Pudel zunächst auf der Bank platz.

 


Keine Faxen, keine Witze – Durim Berisha räumt 93 Minuten lang humorfrei seinen Strafraum auf und hatte damit großen Anteil am späteren 4:1 Sieg.

 

Das Spiel startete mit hoher Intensität und in weiten Teilen ausgeglichen. Denn die Gäste aus Bergisch Gladbach versteckten sich keineswegs, liefen früh an und spielten in der ersten halben Stunde das Wiedenbrücker Pressing immer wieder clever aus.

 

So gehörte die erste Chance des Spiels auch dem Gast, als Meguru Odagaki Luca Beermann mit einem strammen Schuss ins kurze Eck zum ersten Mal prüfte (20.) Auf der Gegenseite besaß der fleißig Xhuljo Tabaku die erste Wiedenbrücker Möglichkeit, als er aus der Drehung die Kugel nur haarscharf am langen Pfosten vorbeisetzte (24.).

 

Mit der nächsten Aktion zappelte der Fisch dann aber bereits im Netz der Bergisch Gladbacher, als Phil Beckhoff den Ball listig aus dem Spielaufbau der Gäste stibitzte und die Kugel in seiner ihm gegeben Lässigkeit zum 1:0 flach ins Eck schob (26.).

 


Drin der Fisch – Alle Bergischen und Gladbacher Abwehrbemühungen kommen zu spät, Phil Beckhoff hat die Kugel bereits zum 1:0 im Gehäuse verstaut.

 

 

Bis zur Pause arbeiteten sich beide Mannschaften lautstark und mit vielen Zweikämpfen aneinander ab, ohne jeweils torgefährlich zu werden.

 


Wir wissen nicht genau, was Schiedsrichter Julian Engelmann werktags so beruflich macht, Erzieher in der Kita um die Ecke scheint er jedoch nicht zu sein. – Anstonsten hätte er Saban Kaptan und Cenk Durgun nicht wegen einer Rangelei auf dem Bauteppich mit den Worten: „Auf diesen Kindergartensch… habe ich keinen Bock“, die gelbe Karte unter die Nase gehalten. Nach Abpfiff musste Daniel Brinkmann dann übrigens noch zum Elterngespräch in der Mäusegruppe erscheinen. Fazit: Das Winnie Puh – Telefon bleibt die kommende Woche erstmal komplett im Spieleschrank.

 

Der zweite Spielabschnitt begann dann gleich mit einem doppelten Wachmacher, als zunächst Serhat Koruk Zübeyer den überraschenden Ausgleich erzielte und im Gegenzug Phil Beckoff das 2:1 nachlegte, als ein Rückpass auf Peter Stümer von einem Erdhügel des gefürchteten Jahnplatzwombats, derart fies absprang, dass Stümer ins leere trat und Phil Beckhoff keine Mühe hatte den alten Abstand wieder her zu stellen.

 


Wieder mittendrin – Der taktische Kniff Oliver Zech auf die Sechs vorzuziehen ging voll und ganz auf. Bis auf zwei halbe Gästetorchancen stand die Defensive sicher und war so Garant für den Sieg.

 

In der Folge zog sich unsere Elf einen Tick weiter zurück, überließ den Gästen den Ball und lauerte auf Konter. Den mit Abstand schönsten Angriff des gesamten Spiel, als David Hüsing und Lukas Demming nach einem doppelten Doppelpass über die rechte Schiene nicht zu stoppen waren, krönte Xhuljo Tabaku in dem er die folgende Volleyabnahme mit handgestoppten 257 km/h in den Giebel jagte und damit die Weichen auf Sieg stellte.

 


Ein originales Pfund – Xhuljo Tabaku erzielte nach seiner Verletzung bereits seinen 2. Treffer und zählte zu den besten Wiedenbrückern.

 

Nachdem in den Schlussminuten Leon Tia, als auch Fabian Brosowski einen weiteren Treffer nur um wenige Zentimeter verpassten, machte es Hendrik Lohmar in der 2. Minute der Nachspielzeit einen Tick besser, traf aus Nahdistanz mit einem trocken Schuss zum 4:1 und zog damit auch die letzten Schuppen vom Hering.

 


Kaum zu stoppen – Lukas Demming bereitete zusammen mit David Hüsing nicht nur das 3:1 vor sondern überzeugte zudem im Mittelfeld mit guten Zweikämpfen und weiten wegen.

 

„Wir haben heute ganz bestimmt keinen fußballerischen Leckerbissen gesehen. Aber im Gegensatz zu den letzten Spielen haben wir heute in den entscheidenden Szenen konsequent verteidigt und vorne dann auch unsere Chancen genutzt. Dazu ein dickes Kompliment für Durim Berisha, der ein starkes Spiel gemacht hat und hinten genau das umgesetzt hat, was wir von ihm verlangt haben. Ein genauso dickes Lob an die Einwechselspieler, die super reingekommen sind. Da hat alles gepasst. Letztlich war es ein verdienter Sieg, der uns und der Tabelle gut tut“, freute sich Daniel Brinkmann.

 

So siehts aus. Denn mit dem Sieg klettert unsere Mannschaft auf den zehnten Tabellenrang und baut den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf fünf Zähler aus.

 

Weiter geht’s bereits am kommenden Mittwoch mit dem Nachholspiel beim SV Rödinghausen! Anstoß ist um 19:30 Uhr im HäckerWiehestadion.