28.09.2021 - 2:0 Sieg gegen den 1. FC Köln II

Das Jahnstadion wird zu Festung

Überragend Jungs! Der SC Wiedenbrück gewinnt am Abend mit 2:0 (1:0) gegen die U23 des 1. FC Köln, hat nach acht Spielen 17 Punkte auf dem Konto und rückt auf den fünften Tabellenplatz vor. Es soll Dienstagabende gegeben haben, die schlechter gelaufen sind.

 

Etwas überraschend hatte Daniel Brinkmann zum Spiel gegen den jungen FC die aus dem Vorjahr bewährte Panzerknackertaktik aus der Trainingshose gezaubert und organisierte seine Jungs in einem 5:4:1 und stellte damit nominell und auch personell alle defensiven Parameter auf Maximum. So verteidigte Oliver Zech zentral zwischen Bjarne Pudel und Tim Böhmer in der Fünferkette und Daniel Latkowski ersetzte den leicht angeschlagenen Beytullah Özer auf der linken Bahn. Jan-Lukas Liehr erhielt Tim Geller als weiteren Stabilitätsfaktor an seine Seite und in den Halbräumen übten der bärenstarke Lukas Demming und Said Harouz immer wieder Druck auf den Kölner Spielaufbau aus. In der Spitze agierte der bewegliche Benedikt Zahn nicht nur als Zielspieler, sondern auch als entscheidender Faktor in der ersten Hälfte.

 


Grund zum Feiern schon vor dem Anpfiff – Die Fans des SC  Wiedenbrück hatten für Marcel „Hölle“ Hölscher eine keine Choreographie organisiert und gratulierten unserem sympathischen Fänger zu seinem 300. Regionalligaeinsatz für den SC Wiedenbrück.

 

Denn nachdem der FC flott in die Partie startete und nach sechs Minuten durch Florian Dietz eine dicke Chance auf das 1:0 besaß, war es unser Sturmführer der nach 22 Minuten aus dem viel zitierten Nichts die Führung für den SCW erzielte, als er nach einem (zu) kurz ausgeführten Abstoß der Gäste listig in einen blümerant gespielten Pass seinen Fuß hielt und den Ball so aus fünf Metern über die Linie drückte.

 


Das Visier scharf gestellt – Mit seinem zweiten Tor in drei Tagen unterstich Benedikt Zahn, dass er sein Tor-GPS so langsam mit den Koordinaten des Jahnstadions programmiert hat.

 

Unter dem Jubel der gut 500 und bestens gelaunten Zuschauer fand der SC Wiedenbrück jetzt immer besser in die Automatismen. Bissig und aggressiv, aber eben auch mit der richtigen Dosierung im Pressing hielten sie die Gäste weit vom eigenen Tor entfernt und hätten nach 34 Minuten um ein Haar das 2:0 erzielt, als Benedikt Zahn aus gut 32 Metern mit einem ansatzlosen Distanzschuss den Innenpfosten traf, die Kugel über die Torlinie tänzelte, letztlich aber wohl von einem stadtbekannten Maulwurf von der Linie ins Toraus geschaufelt wurde.

 

So ging’s mit einem 1:0 in eine rasante zweite Halbzeit, in der unsere Elf nicht nur hochkonzentriert und mit jeder Pore die knappe Führung verteidigte, sondern immer wieder zu blitzschnellen Kontern ansetzte und so die Zuschauer gleich mehrfach aus den Sitzen hob.

 

Nachdem Lukas Demming nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff mit einem brettharten Flachschuss nur knapp das 2:0 verpasste, benötigten unsere Jungs drei, vier Kontersituationen, in denen der letzte Ball nicht präzise genug gespielt wurde, ehe sie mit einem Konter aus dem Lehrbuch das heftig umjubelte 2:0 erzielte. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte spielte Bjarne Pudel den mitgelaufenen Daniel Latkowski glänzend frei und als in dessen flache Hereingabe Saban Kaptan rauschte und die Kugel ins Netz drosch, durfte Patrick Poppe in der Sprecherkabine die Schneider Hifi-Anlage zum Tordschingel nochmal auf Anschlag drehen (75.).

 


Spezialeffekt – Während in andere Stadien Heimsiege mit Feuerwerken oder Lasershow’s gefeiert werden, setzte der SC Wiedenbrück zur Feier des Tages auf eine kurzweilige Präsentation der Rasensprenger. Beim nächsten Heimsieg ist dann in Kooperation mit dem Streichelzoo in der Flora Westfalica eine kleine Delphinshow geplant.

 

In der Schlussviertelstunde verteidigte unsere Mannschaft voller Herzblut und mit der tollen Unterstützung der Wiedenbrücker Fußballfans, ließ keine Torchance für die Gäste mehr zu und schnappte sich am Ende verdient den dritten Heimsieg und bleibt damit in dieser Saison an der Rietberger Straße ungeschlagen.

 

Langweilig wird es auch in den kommenden Tagen nicht für den SC Wiedenbrück, denn bereits am Freitag steht das kleine Ostwestfalenderby gegen SV Rödinghausen an, Anstoß im HäckerWiehenstadion ist dann um 19:30 Uhr.