17.04.2021 - 0:0 in Bergisch Gladbach

Ein ganz enges Höschen

Der SC Wiedenbrück holt beim SV Bergisch Gladbach mit einem 0:0 Unentschieden den 45. Regionalligapunkt der Saison. Über weite Strecken bearbeiteten sich beide Mannschaften mit wuchtigen Zweikämpfen rund um die Mittellinie. Torchancen blieben lange Zeit rat gesät, bis im zweiten Durchgang beide Offensivreihen mehr Schub gaben und das Spiel in die ein oder andere Richtung hätte Kippen können.

 

Daniel Brinkmann musste bei der Auslosung seiner Startelf neben den Langzeitverletzten zusätzlich auf Daniel Latkowski (Oberschenkelzerrung) und Oliver Zech (verschleppte Grippe) verzichten, dafür rückte Lukas Demming nach zweiwöchiger Präventivquarantäne auf die Sechserposition zurück.

 


Entquarantänisiert – Lukas Demming zählte in Bergisch Gladbach endlich wieder zur Startelf und überzeugte mit einem rustikalen und spielstarken Auftritt.

 

Die Gastgeber, die sich in allen denkbaren Szenarien in mittelgroßer Abstiegsgefahr befinden, begegneten unserer Mannschaft vom Start weg mit großer Intensität in den Zweikämpfen, sowie höchster Konzentration in der Defensive.

 

So tat sich unsere Elf lange schwer klare Aktionen im letzten Drittel herauszuspielen und hatte die erste Einschussgelegenheit erst, als Phil Beckoff einen Freistoß knapp über die Querlatte setzte (27.). Zu diesem Zeitpunkt hatte Marcel Hölscher auch bereits angestempelt, als er mit einem Reflex gegen Kelvin Lunga einen Gegentreffer verhinderte (12.).

 


Mit der rechten Kelle weggefischt – Marcel Hölscher boxte nicht nur diverse Flanken aus dem Fünfmeterraum, sonder packte auch den ein oder anderen bärenstarken Reflex aus.

 

Kurz vor der Pause erspielte sich unsere Elf die beste Torgelegenheit, als zunächst David Hüsing einen 18 – Meter – Hieb auf die Fäuste von Peter Stümer meißelte und Saban Kaptans Nachschuss kurz vor der Linie geblockt wurde.

 


Der Spitzensteuersatz greift nicht –  Vergnügungssteuerpflichtig waren die Zweikämpfe rund um Saban Kaptan auch an diesem Samstag nicht.

 

Hellwach kam der SC Wiedenbrück nach einem Tässchen Pausentee aus der Kabine, als Niklas Szeleschus Bergisch Gladbach’s Fänger clever die Kugel abluchste und daraus folgend Bjarne Pudel mit einem Kopfball und Xhuljo Tabaku mit dem anschließenden Nachschuss das 1:0 jeweils nur knapp verpassten.

 


Tempomacher – Leon Tia ist nach seiner Knieverletzung in Bestform zurückgekehrt und zählte heute Nachmittag zu den besten Wiedenbrückern.

 

Auf der Gegenseite wurde nun Bergisch Gladbachs 18 Tor Knipser Serhat Koruk immer präsenter, der sich immer wieder tief ins Mittelfeld zurückfallen ließ und dann mit Tempo in die Spitze stieß. Gleich bei der ersten dieser Aktion zeigte sich Marcel Hölscher glänzend disponiert, als er eine Volleyabnahme Koruks mit dem Brusthaartoupet abwehrte.

 

Mitte der zweiten Halbzeit brachte Daniel Brinkmann mit Viktor Maier und Ufumwen Osawe eine frische Sturmreihe auf den Asphalt und erhöhte so nochmal den Druck im Angriffsspiel.

 


Wird immer besser – Viktor Maier verlieht der Wiedenbrücker Offensive  nach seiner Einwechslung neuen Schwung und legte eine Großchance für Niklas Szeleschus auf.

 

Gleich mit seiner ersten Aktion servierte Viktor Maier eine flauschweiche Flanke in den Strafraum, wo Niklas Szeleschus zwar eine freie Schussbahn vorfand, die Kugel aber knapp verzog (67.).

 

In den Schlussminuten erhöhten die Gastgeber nochmal signifikant die Schlagzahl, doch weder Meduru Odagaki (Hölle pariert stark), noch Serhat Koruk (Außenpfosten)  brachten die Kugel im Wiedenbrücker Tor unter.

 


Hoffentlich dürfen sie bald auch wieder ins Stadion – Der Fanclub „Maschendrahtzaun 09“ drückte ihrer Mannschaft von der angrenzenden Paffrather Straße die Daumen.

 

„Unter dem Strich geht das Unentschieden in Ordnung. Positiv ist, dass wir heute den 45. Punkt geholt haben und nach zwei Niederlagen den Trend stoppen konnten. Mir hat lange der Wille und die Galligkeit im Offensivspiel gefehlt. Erst mit Viktor Maier und Ufumwen Osawe sind wir etwas besser geworden, trotzdem war hier eigentlich mehr drin“, war Daniel Brinkmann in seiner Spielanalyse zwar nicht durchgehend euphorisch, aber trotzdem froh über den geschnappten Punkt.

 

Weiter geht es für den SC Wiedenbrück am kommenden Samstag um 14 Uhr mit einem Heimspiel gegen den SV Straelen!