10.04.2021 - 0:2 Niederlage gegen Rödinghausen

Harte Landung

Der SC Wiedenbrück verliert das kleine Ostwestfalenderby gegen den SV Rödinghausen mit 0:2 (0:1). Yassin Ibrahim kurz vor und der überragende Ba-Muaka Simakala nach dem Seitenwechsel erzielten die die Treffer für den Regionalligameister der vergangenen Saison und sorgten damit letztlich für einen verdienten Sieg der Gäste.

 

Mit Durim Berisha (Leiste), Robin Twyrdy ,Oliver Zech (beide erkrankt), Lukas Demming (Quarantäne), Hendrik Lohmar (Reizung im Knie) und Viktor Maier, der nach langwieriger Muskelverletzung zwar auf der Bank saß, aber nicht eingewechselt wurde, fehlten Trainer Daniel Brinkmann gleich sechs Kicker mit Startelfambitionen und erschwerten damit das Unterfangen, den zweiten Heimsieg in Folge einzufahren, nicht unerheblich.

 


Rückkehrer – Personell gibt es aber auch eine gute Nachricht: Daniel Latkowski ist nach langwieriger Verletzung zurück auf der Außenbahn und versuchte lautstark das Spiel seiner Mannschaft zu ordnen.

 

Der zweite und vielleicht entscheidende Faktor war, dass der SC Wiedenbrück heute Nachmittag auch schlicht auf einen richtig guten Gegner traf, der in der Defensive so gut wie gar keine Angebote für unsere Kicker abgab und in Ballbesitz temporeich und clever kombinierte und so immer wieder zu guten Torgelegenheiten kam.

 


Nicht zu knacken – Auf der zentralen Position in der defensiven Dreierkette überragte Daniel Flottmann. Hier spitzelt er dem durchgebrochenen Xhuljo Tabaku kurz vor dem Strafraum die Kugel vom Fuß.

 

Nachdem Phil Beckhoff noch einen Freistoß weit über das Gästetor gejagt hatte (10.), tauchte auch schon Enzo Wirtz frei vor Marcel Hölscher auf, scheiterte dort aber an einem geschmeidigen Reflex unseres Fängers (18.). Kurze Zeit später machte Ba-Muaka Simakala dann mit einer blitzschnellen Körpertäuschung den Weg in die Tiefe für Wirtz frei, der aus spitzem Winkel aber nur das Hintertorgestänge traf (34.).

 

Weitere sechs Minuten später erwischte ein langer Ball Tim Geller auf dem Bergkante seine Skier, als er auf dem seifigen Geläuf wegrutschte, Yassin Ibrahim plötzlich frei auf Marcel Hölscher zulief und trocken zum 0:1 vollstreckte (40.).

 

Sekunden nach der Pause dann die vielleicht entscheidende „WasWäreWenn-Szene“ an diesem Nachmittag: Der starke Leon Tia tankt sich brachial über die rechte Schiene durch, schickt die Kugel bretthart durch den Fünfmeterraum, wo Niklas Szeleschus die Hereingabe nur um löschpapierbreite verfehlt und so mit dem möglichen Ausgleich der Partie einen gänzlich anderen Verlauf hätte geben können (48.).

 

Statt also den Treffer zum 1:1 durch die Super-Sound-Stereoboxen im Jahnstadion knarzen zu lassen, musste Patrick Poppe nur wenige Minuten später das 2:0 für den SV Rödinghausen durchgeben, als zuvor Ba-Muaka Simakala mit einem hinreißenden Dribbling die Wiedenbrücker Abwehr verzauberte und die Kugel anschließend überlegt am langen Pfosten ins Tor ablegte (57.).

 


Gleich klingelts – Ba-Muaka Simakala schnibbelt die Kugel an Tim Geller, Marcel Hölscher und Bjarne Pudel vorbei ins Tor.

 

Als Reaktion darauf warf Daniel Brinkmann mit Aykut Soyak, Lucas Klantzos und Christian Will nochmal frisches Personal in die Partie und musste mitansehen, wie es seiner Mannschaft zwar gleich mehrfach gelang, die Rödinghausener Abwehr über die rechte Bahn auszuhebeln, im Zentrum Lucas Klantzos, Xhuljo Tabaku und Fabian Brosowski den möglichen Anschluss aber jeweils verpassten.

 


Frischer Schwung, aber nichts für die Anzeigetafel – Mit dem Dreierwechsel nach dem 0:2 kam auch Lucas Klantzos ist in die Partie. Nach einer flachen Hereingabe verpasste der Youngster das 1:2 nur denkbar knapp.

 

„Letztlich muss man anerkennen, dass Rödinghausen heute die reifere Spielanlage hatte und einfach sehr gut organisiert war. Wir hatten heute speziell in der Offensive zu wenig gute Aktionen, um für einen Sieg in Frage zu kommen. Klar ist es ein Manko, dass uns viele Spieler gefehlt haben, allerdings ist es auch die Chance für unsere jungen Spieler wichtige Erfahrungen zu sammeln, um dann im nächsten Jahr vielleicht schon einen Schritt weiter zu sein. Darum dürfen sie auch Fehler machen, entscheidend ist nur, dass wir daraus lernen“, akzeptierte Daniel Brinkmann zähneknirschend die Niederlage, setzte aber eben auch auf einen einsetzenden Lerneffekt.

 


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