28.07.2021 - 1:1 in Bielefeld

Mit Arminia auf Augenhöhe

Der SC Wiedenbrück ringt am Abend Arminia Bielefeld auf deren Trainingsgelände ein bemerkenswertes 1:1 (0:0) ab und besteht damit den bislang härtesten Test der Vorbereitung.

 

An der Friedrich – Hagemann – Str. traf unsere Elf auf eine Arminia, der zwar die ganz großen Namen wie Fabian Klos, Stefan Ortega oder Alessandro Schöpf fehlten, die aber durchweg mit Kickern aus dem Profikader besetzt waren und zudem mit Konstantin „Koka“ Rausch einen Testspieler mit über 200 Bundesligaspielen aufboten.

 

Daniel Brinkmann startete mit Neuzugang Tim Böhmer und dem Ex-Arminen Bjarne Pudel im Zentrum der Viererkette, Jan-Lucas Liehr übernahm in einer 4:3:3 – Ordnung die zentrale, defensive Position und mit Benedikt Zahn startete ein weiterer Neuzugang in der Sturmspitze.

 

Bevor sich die Jungs aber ans Fußballspielen machen konnten, wurden sie von der Arminia zunächst zackig über das Feld bewegt. Denn der Erstligist ließ die Kugel gut temperiert zirkulieren und suchte durch schnelle Seitenverlagerungen die undichte Stelle in der Wiedenbrücker Abwehr. So richtig gelang das aber nicht, denn die Mannschaft von Daniel Brinkmann agierte bestens organisiert, verlor zu keinem Zeitpunkt die Ordnung und investierte enorme Laufarbeit, um die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen eng zu halten und den Gastgebern so keine kombinierfähigen Räume anzubieten.

 


Lückenlos abgeräumt – Lukas Demming stoppte zusammen mit Jan-Lukas Liehr und Saban Kaptan frühzeitig zahlreiche Bielefelder Angriffe und hätte beinahe zum 1:0 getroffen.

 

Gute eine halbe Stunde biss sich die Mannschaft von Trainer Frank Kramer zwei bis fünf Zähne aus, ehe eine Wiedenbrücker dreifach Chance diese Drangphase beendete. Denn da hatte Niklas Szeleschus die Kugel von der Torauslinie auf Lukas Demming zurückgelegt, dem die Ball allerdings in höchster Not von Fabian Kunze vom Stiefel gegrätscht wurde. Als dann die anschließende Ecke hereinflog, hätte es nach dem Kopfball von Benedikt Zahn zunächst Handelfmeter geben können, ehe Bjarne Pudel die abprallende Kugel per Vollspann über das Gestänge setzte.

 

Die Spielanteile glichen sich nun an, unsere Elf verlagerte das Spielgeschehen und in Richtung Mittellinie und benötigte nach 43 Minuten erstmals die Mithilfe von Marcel Hölscher, der am kurzen Eck nach einem Schuss von Florian Krüger zuverlässig seinen Dienst versah (43.).

 


Kurz angestempelt – Marcel Hölscher ging erst zwei Minuten vor dem Pausenpfiff zur Stechuhr, als er Florian Krüger die Kugel vom Schuh fischte. Zuvor war er nur bei einigen hohen Bällen und Rückpassen gefordert.

 

Die letzte Aktion des ersten Durchgangs gehörte dann nochmal Benedikt Zahn, der einen Kopfball knapp über die Querlatte setzte und damit beide Mannschaften torlos in die Kabine schickte.

 

Nach dem Seitenwechsel trafen sich beide Mannschaften auf Augenhöhe wieder und es entwickelte sich ein bunter und temporeicher Schlagabtausch, in dem die Arminia gleich die erste Lücke nutzte und durch Bryan Lasme mit 1:0 in Führung ging, als er dem eingewechselten Luca Beermann im 1:1 keine Chance ließ (64.).

 

Der Gegentreffer löste bei unserer Elf aber keinerlei Irritationen aus. Im Gegenteil. Die starken Ousman Touray und Said Harouz sorgten über die Außenbahnen mit hohem Tempo immer wieder für Gefahr.

 


Flink unterwegs – Ousman Touray holte nicht nur den Elfmeter heraus, sondern war darüber hinaus an zahlreichen starken offensiven und defensiven Aktionen beteiligt.

 

Nach guten Chancen für Julian Meier (schießt nach einem Solo knapp drüber), Martin Aciz (wird geblockt) und Said Harouz (zielt knapp drüber) wurde dann Ousman Touray von Konstantin Rausch im Strafraum elfmeterreif zu Boden gebracht. Den fälligen Strafstoß jagte Hendrik Lohmar mit der linken Klatsche sicher ins Netz und stellte auf 1:1 (76.).

 


Gleich klingelt’s – Hendrik Lohmar hat seinen linken Fuß im Sommerurlaub in Topform gebracht und erzielte damit nicht nur das 1:1, sondern jagte kurz vor Spielende die Kugel auch noch in einer sehenswert, ballistischen Flugkurve an den Innenpfosten.

 

„Henna“ blieb dann auch der Schlusspunkt in einem temporeichen Spiel vorbehalten, als er eine zunächst kurz ausgeführte Ecke aus gut 35 Meter an den Innenpfosten sandte und damit seine Mannschaft zumindest kurz am Sieg schnuppern ließ.

 


Hinten links gibt’s Saures – Beytullah Özer bot seinen Gegenspielern hinten links intensive und nicklige Zweikämpfe an, die keinem Bielefelder so richtig Spaß gemacht haben dürften.

 

Sein Trainer dennoch mehr als zufrieden: „Ich denke das war ein sehr guter Auftritt von uns. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gegen den Ball gearbeitet und haben so gut wie keine Torchancen zugelassen. Im zweiten Durchgang waren wir offensiv etwas besser, standen dafür bei den langen Bällen ein, zwei Mal aber zu offen. Arminia ist heute zwar nicht mit der A-Truppe aufgelaufen, letztlich waren aber nur Profi’s auf dem Platz, daher können wir dem Spiel und dem Ergebnis mehr als zufrieden sein“, ging Daniel Brinkmann zufrieden in den Feierabend!

 

Die Feierlichkeiten dürften aber nicht allzu lange anhalten, denn bereits morgen Abend trifft der SC Wiedenbrück in Langenberg auf den BSV Rheden. Anstoß gegen den Regionalligisten aus der Nord-Staffel ist um 19:00 Uhr.

 

Der Einlass beginnt um 18:00 Uhr, der Eintritt beträgt schmale 3 €. Der SC Wiedenbrück und Grün Weiß Langenberg, bei denen wir uns für die Unterstützung ganz herzlich bedanken, freuen sich auf Ihr Kommen. Für isotonisches Hohenfelder Pils ist ebenso gesorgt, wie für ausreichend bestens gebräunte Bratwürstchen.

 

Bis morgen.