27.03.2021 - 1:0 Sieg, 40 Punkte - Marke gerissen

Sixty Second Szeleschus

Da hat der SC Wiedenbrück aber mal schön feucht durch den Fohlenstall gewischt! Mit 1:0 gewinnen unsere Jungs bei der U23 von Borussia Mönchengladbach, knacken damit die 40 Punktemarke, bauen den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf 13 Zähler aus und verdrängen niemand geringeres als RW Essen vom zweiten Platz der Auswärtstabelle.

 

Viel mehr geht eigentlich nicht.

 

Dass der Nachmittag auf dem Fohlenplatz im Schatten es Borussia Parks so positiv enden würde, war in der ersten halben Stunde des Spiels nicht zwingen zu erwarten gewesen, denn unsere Elf lief in einer tiefen 5:1:3:1 Grundordnung auf, suchte die Zweikämpfe erst ab der Mittellinie und versuchte so sich die junge Borussia für Umschaltaktionen zurecht zu legen.

 

So gut der Plan auch war, so wenig wollte er zunächst gelingen, denn angeführt von einem starken Markus Pazurek warfen die Gladbacher die Passmaschine an und kombinierten sich immer wieder bis zum Wiedenbrücker Strafraum durch. Dort trafen sie allerdings auf  einen grimmigen Tim Geller, der mit seinen beiden Bodyguards Oliver Zech und Bjarne Pudel mit dem groben Besen für Ordnung sorgten und so nahezu keine echten Torchancen zuließen.

 


Kernige Leistung – Erst Abwehrchef, dann Boss im defensiven Mittelfeld: Tim Geller gehörte zu den besten  Wiedenbrückern.

 

Die einzige Einschussmöglichkeit in der Anfangsphase besaß dann Phil Beckhoff, der nach einem Konter einen Schuss aus acht Metern aufs kurze Eck abfeuerte, dort aber einen gut regierenden Jan Olschowsky vorfand, der die Kugel mit dem Fuß aus dem kurzen Eck kratzte (15.).

 

Kurze Zeit später reagierte unser Trainerteam, löste die Fünferkette auf, schob Tim Geller eine Reihe weiter vor ins Mittelfeld und ließ die Gastgeber nun bereits im Spielaufbau anlaufen.

 

Resultierend aus dieser Maßnahme verschob sich das Spielgeschehen rund 25 Meter nach vorne, ohne aber das unsere Mannschaft daraus nun torgefährlich geworden wäre.

 


Da hätte es schon klingeln können – Bei der besten Torchance im ersten Durchgang scheiterte Phil Beckhoff an Gladabachs Torhüter.

 

So ging es dann auch schiedlich und in weiten Teilen friedlich in die Halbzeit, aus der die Gastgeber ziemlich zackig mit ihrer besten Chance des Spiels zurückkehrten. Denn nur drei Minuten nach Wiederanpfiff musste Marcel Hölscher die Kugel im Stile des jungen Jens Weisflog aus dem Giebeln angeln und seine Jungs so vor einem Rückstand bewahren.

 


Ziiiiiiiiiiiiiieh – Marcel Hölscher landete nach seiner Parade technisch einwandfrei im Telemark und erhielt dafür von Jury Bestnoten. Letztlich reichte es zu einem guten zweiten Platz, knapp hinter Matti Hautamäki, aber noch vor Rosi Mittermeier.

 

Anschließend biss sich der SCW minütlich besser in die Partie und gewann spätestens nach den Einwechslungen von David Lohmar, Xhuljo Tabaku und Niklas Szeleschus komplett die Kontrolle über das Spiel.

 

Da war es nicht überraschend, dass einer der eingewechselten Spieler letztlich den Siegtreffer erzielte. Denn nur gut 60 Sekunden nach seiner Einwechslung stand Niklas Szeleschus nach einer feinen Eckstoßvariante im Zentrum blitzblank, als Saban Kaptan eine Tabaku-Ecke perfekt abgelegt hatte und „Niki“ das Spielgerät mit der Stirn aus gut fünf Metern über die Linie stieß (68.).

 


Konnte viel besser nicht laufen – Gerade eingewechselt, die Frisur an die Murmel gehalten und fertig gemacht zum Jubeln. Niklas Szeleschus hatte zum Glück in der Horst Hrubesch-Frotteebettwäsche geschlafen!

 

Im Kern war das Pony damit auch schon rasiert, denn trotz böigem Gegenwind verteidigte unsere Mannschaft mit jeder vorhandenen Muskelfaser die knappe Führung und verbarrikadierte das eigene Tor ziemlich genau so gut wie die Ever Given den Suezkanal.

 


Das Team – Telekom fährt jetzt in rot – Auch schön, dass Jan Ulrich nun als Schiedsrichter in der Regionalliga West aktiv ist und anstatt des gelben Trikots nun gelbe Karten zeigt.

 

Nach dem Sieg und aufgrund der Tatsache, dass unsere Jungs bereits im März die 40 Punktemarke lässig übersprungen haben, blieb nur zu hoffen, dass die Tankstellen, Trinkhallen und Trinkfüchse in näherer Autobahnumgebung ihre Bestände wohlwollend aufgefüllt hatten, um die gute Laune unserer Kicker mit dem ein oder anderen Schaumwein befeuern zu können.

 


Daumen drücken – Bleibt nur noch Lukas Demming eine gute Besserung zu wünschen, der im zweiten Durchgang mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste.

 

Weiter geht es nun am kommenden Samstag um 14 Uhr mit einem Heimspiel gegen RW Oberhausen!

 

Wir freuen uns schon!