21.11.2020 - 4:0 beim SV Straelen

Wie aus dem Ei gepellt

Nur drei Tage nach dem kräfteraubenden Spiel beim SV Rödinghausen präsentiert sich der SC Wiedenbrück beim SV Straelen wie aus dem Ei gepellt. Mit einer blitzsauberen Auswärtsleistung schießt unsere Mannschaft einen kantigen 4:0 (2:0) Sieg an der Römerstraße heraus und springt damit auf einen richtig guten achten Tabellenplatz.

 

Für den gesperrten Robin Twyrdy übernahm Oliver Zech die vakante Innenverteidigerposition neben dem erneut starken Durim Berisha, auf der Sechserposition spielte Hendrik Lohmar an, der sich nach überstandener Leistenverletzung das Spiel heute Nachmittag mal wieder vom Spielfeld aus ansah.

 


Abgeräumt – Durim Berisha kärcherte zusammen Oliver Zech gründlichst durch den Strafraum und ließ kaum Torchancen zu.

 

Gegen die, aus einer Dreierkette aufbauenden, Gastgeber verordnete Daniel Brinkmann seiner Mannschaft eine etwas dezentere Pressingstrategie, und ließ erst ab der Mittellinie zupacken. Dort allerdings dann aber umso intensiver. So gelang es den mittlerweile in ganz Nordrhein Westfalen steckbrieflich gesuchten Balldieben Saban Kaptan und Lukas Demming in Tateinheit mit ihren Mannschaftskollegen zahlreiche Ballgewinne zu erzielen und die Außenbahnwindhunde Phil Beckhoff und Niklas Szeleschus mit tiefen Anspielen bestens in Szene zu setzten.

 


Diese Latte lag zu hoch – Ex-Profi Sinan Kurt biss sich an Daniel Latkowski genau 54 Minuten die Zähne aus, ehe er gegegn Malek Fakroh ausgewechselt wurde.

 

Die Folge daraus: Bereits nach elf Minuten brachte Niklas Szeleschus seine Companeros mit einem Schuß aus der Hüfte mit 1:0 in Führung.

 


Hat’s geklingelt? Hat es! Niklas Szeleschus drückt die Kugel flach zum 1:0 ins Netz und erntet im näheren Umfeld viele fassungslose Gesichter.

 

Die Gastgeber fanden lange kein adäquates Mittel, um entweder die zügigen Wiedenbrücker Angriffe zu unterbinden oder auch selbst mal gefährlich zu werden.

 

Einzige Ausnahme: Die 27. Spielminute als Yassine Bouchama völlig frei vor dem schwarz-blauen Tor auftauchte, dort aber auf einen bärenstarken „Kobra“ Beermann traf, der die Chance zu Nichte machte und dann Zeuge eines Schulbuchkonters wurde, an dessen Ende Xhuljo Tabaku mit der Trockenheit der mexikanischen Chihuahua Wüste die Kugel im kurzen Eck verstaute und das Ergebnis auf Dos a cero (2:0) stellte.

 


Es fühlt sich an wie Fleece auf der Kopfhaut – Kein Wunder war ja auch so. Xhuljo Tabaku holt sich von Phil Beckhoff erste Gratulationen zu einem Treffer zum 2:0 ab.

 

Bis zur Pause bissen sich die Gastgeber zumindest nach Spielanteilen in die Partie und hatten neben einem Kopfball von Tobias Peitz, der über das flog, zwei weiter gute Gelegenheiten, bei denen sich aber erneut Luca Beermann auszeichnen konnte.

 


Augen auf im Regionalligaverkehr – Luca Beermann hielt das zu Null in Straelen fest und überzeugte neben einigen guten Paraden auf der Linie auch mit mutiger Strafraumbeherrschung.

 

Nach dem Seitenwechsel bekam der SCW das Spiel aber schnell wieder in den Griff und hatte durch Hendrik Lohmar nach 52 Minuten gleich wieder den Finger am Abzug, als er einen Fernschuss aus 25 Metern zum 3:0 ins Ziel brachte.

 

Als nach starker Szeleschus – Vorlage Phil Beckhoff gleich den nächsten Treffer erzielte (68.), war mit dem 4:0 der Teller Bohnen in Straelen gegessen und der vierte Dreier des Jahres in der Satteltasche verstaut.

 


Jubeln können sie einfach – Man kann unserer Mannschaft wahrlich nicht den Vorwurf machen, dass sie mit einstudierten Jubelchoeografien zu überschwänglich ihre Tore feiern. Diese Konstellation erinnert dann auch eher an die Abschlusskundgebung der VHS Gruppe: Gebärdensprache für Anfänger, als an Pierre Aubameyang mit Batmankappe. Ist aber auch ganz gut so.

 

„Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollten und haben entsprechend frühzeitig das 1:0 erzielt. Wir haben mit der Führung etwas tiefer gespielt, waren aber immer griffig und haben kaum Torchancen zugelassen. Letztlich war es ein hochverdienter Sieg, ich bin sehr froh darüber, dass wir nach dem Spiel in Rödinghausen eine echte Reaktion gezeigt haben und jetzt mit einem Sieg im Gepäck die 2,5 Stunden Rückfahrt antreten dürfen“, freute sich Daniel Brinkmann über die erste Regionalligapartie, die seine Mannschaft ohne Drama und Nervenkitzel über die Bühne gewuppt hatte.

 


Hat gut Lachen – Das Spiel in Straelen dürfte die erste Begegnung in diesem Jahr gewesen sein, in dem die Polar-Pulsuhr unseres Trainers nicht im vierstelligen Bereich anzeigen musste.

 

Hoffen wir, dass es gelingt diesen Leistungsstand bis zum Mittwoch zu konservieren, denn steht ab 19:30 Uhr (Jahnstadion) der VfB Homberg zum nächsten Meisterschaftsspiel in den Startlöchern.