Der Meister dominiert
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Der Meister dominiert

Aachen ist nicht zu stoppen

Am Nachmittag unterliegt der SC Wiedenbrück gegen ein bärenstarkes Alemannia Aachen mit 0:4. Die Druckbetankung im Rahmen der Meisterfeier hatte die Elf von Heiner Backhaus scheinbar in 8.000 PS umgewandelt und lies unserer Elf zu keinem Zeitpunkt eine echte Chance.
Weit über 1.800 Zuschauer gaben dem Spiel einen fantastischen Rahmen, in dem die zahlreich angereisten Aachener Fans ihre Elf lautstark, fair und friedlich durchgehend feierten.
 
Unsere Elf startete im Vergleich zum Spiel gegen den SC Paderborn leicht verändert. Saban Kaptan (Angriff), Fabian Broswoski (rechte Schiene) und Tim Böhmer (rechts in der Dreierkette) feierten nach längerer Startelf Abstinenz ihre Comebacks und ersetzen den gesperrten Tim Geller (Ibrahmim Ali rückte auf die Sechs), Luca Kerkemeyer und Phillip Aboagye, die beide zunächst auf der Bank platz nahmen.
 
Im feinst, fieseligen Mairegen hatte die Alemannia vom Start weg die deutlich besseren Regenreifen aufgezogen und trat absolut stabil und leider auch völlig unverwundbar auf. In der Defensive boten die Gäste unseren Jungs so gut wie gar keine Unschärfen an und ließen zudem durch einen klaren, schnellen Spielaufbau alle Pressingbemühungen ins Leere laufen.
 
Zwar ließ unsere Mannschaft lange Zeit ebenfalls keine Torchancen zu, fing sich dann aber einen Foulelfmeter ein, der sehr viel unglücklicher nicht hätte zu Stande kommen könnte. Denn der eigentlich in Ballbesitz befindliche Jan Lukas Liehr geriet kurz vor einem Passversuch in eine Hakelei mit Anton Heinz, der zu Boden ging und von Schiedsrichter Kristijan Rajkovski dafür einen Fingerzeig auf den Kreidepunkt erhielt.
 
Heinz verwandelte sicher und schoss damit das 1:0 für die Alemannia heraus (25.). Die vielleicht einzige offene Tür des Spiels verpasste kurz danach Benjamin Friesen haarscharf, als sein Schuss nur wenige Minuten nach der Aachener Führung um Millimeter über den Querbalken zischte.
 
Denn sieben Minuten vor dem Halbzeitpfiff erzielte der Meister dann ein tatsächlich meisterhaftes Tor, als Lukas Scepanik nach einem weiten Freistoß die Kugel volley per Aufsetzer in den Wiedenbrücker Winkel schweißte und damit auf 2:0 stellte.
 
Zur Pause zog Daniel Brinkmann gleich drei Wechsel und feuerte mit Phillip Aboagye, Beytullah Özer und Bahattin Karahan frisches Personal in die Offensive.
 
Zwar gelang es unserer Mannschaft das Spielgeschehen nun tiefer in die Aachener Hälfte zu verlagern, letztlich zerschellte sie aber an einem herausragenden Anton Heinz, der zunächst eine Solo über die rechte Seite mit einem trockenen Schuss in den langen Pfosten abschloss (74.) und kurz danach ein sensationelles Zuspiel von Marc Brasnic mit einem feinen Lupfer über Luca Beermann hinweg zum 4:0 veredelte (78.).

Letztlich blieb es bei dem verdienten Sieg, den Aachens Coach in der anschließenden Pressekonferenz bemerkenswert bewertete: „Das war seit Monaten unsere beste Leistung. Genauso wie in der ersten Hälfte hätte ich uns gerne in der gesamten Saison gesehen“, hätte diese Leistungsexplosion zwar nicht ausgerechnet im Jahnstadion stattfinden müssen, trotzdem wünschen wir der Alemannia mit ihren Fans eine tolle Zeit in Liga drei!
 
Zum letzten Auswärtsspiel der Saison reist der SC Wiedenbrück bereits am kommenden Freitag nach Velbert. Anstoß in der IMS – Arena ist um 19:30 Uhr.

 





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