Stimmung top - Das Ergebnis nicht
MAY

Stimmung top - Das Ergebnis nicht

1:3 in Velbert

Mit 1:3 (1:1) unterliegt der SC Wiedenbrück am Abend bei der SSVg Velbert. Nachdem unsere Elf zunächst durch einen verwandelten Handelfmeter von Phillip Aboagye in Führung ging, glichen die Gastgeber noch vor der Pause aus und entschieden die Partie im zweiten Durchgang mit zwei kalten Kontern für sich.
Zum Anpfiff hätte die Atmosphäre in der schicken IMS – Arena nicht schöner sein können: Die lauwarme Maisonne umschmeichelte nicht nur das letzte Auswärtsspiel des SC Wiedenbrück in dieser Saison, sondern auch die gut 100 mitgereisten Wiedenbrücker Fußballfans, die auf der Gegengeraden unsere Elf zum Anpfiff mit einer bunten Choreographie empfing und sie anschließend über 90 Minuten lautstark und frenetisch anfeuerte.
 
Auf dem Rasen feierte Mats Pannewig sein Comeback, der nach langwieriger Knieverletzung endlich wieder in kurzen Hosen für den SC Wiedenbrück auf dem Rasen stand.
 
Die Gastgeber, die bei optimalem Verlauf noch bei erreichen des 15. Tabellenplatzes den Klassenerhalt feiern könnten, waren genau wie unsere Elf um Spielkontrolle bemüht und scheute lange Zeit jegliches Risiko.
 
Erst nach gut einer Viertelstunde nahm die Partie Tempo auf, als Robin Hilger die Kugel wuchtig an den kurzen Pfosten nagelte und der zurückspringende Ball an Luca Beermanns Kopf prallte und von dessen Nasenscheidewand schließlich ins Toraus kullerte.
 
Fehlte den Wiedenbrücker Angriffsbemühungen bis zu diesem Zeitpunkt der letzte und entscheidende Punch, lag die Kugel dann doch plötzlich im Netz der Gastgeber, als eine hohe Flanke einem Velberter Abwehrspieler an die Hand sprang und Schiedsrichter Jan-Phillip Schöneseiffen unvermittelt auf den Punkt zeigte.
 
Phillip Aboagye jagte die Kugel mit Schmackes unter dem Körper von Manuel Lenz zum 1:0 ins Netz und schenkte seinem Team damit die Führung (24.).
 
Lautstark angepeitscht von ihrem Coach Dietrich Claus, der umgehend Andri Buzolli für eine Einwechslung bereit machte („Mach Dich waaaaaarm. Intensiiiiiiiiiiiiiv“), nahmen die Velberter im Anschluss ihr Schicksal immer fester in die eigene Hand.
 
Hatte Phillip Aboagye nach starker Domröse Vorlage noch das 2:0 auf dem Schluffen, glichen die Gastgeber im direkten Gegenzug spektakulär aus, als Mamadou Cellou Diallo Diallo nach einem schnellen Gegenangriff über die rechte Seite die Kugel ansatzlos im rechten Winkel ablud und zum 1:1 ausglich (37.).
 
Zwar legte Phillip Aboagye die Kugel mit dem Pausenpfiff nochmal auf die Querlatte der Spielvereinigung, letztlich bleib es aber bei einem okayen 1:1.
 
Unsere Elf kam verbesserte aus der Kabine, wirkte stringenter und schärfer in den Laufwegen. Mit den Einwechslungen von Manni Ruzgis und Fabian Brosowski setzte Daniel Brinkmann ein eindeutiges Signal in welche Richtung das Spiel im zweiten Durchgang laufen sollte.
 
Auf den Kopf stellte diesen Plan allerdings der nach einer Stunde eingewechselte und inzwischen extrem intensiiiiiiiv aufgewärmte Andri Buzolli, der nach 63 und 75 Minuten jeweils einen Konter ins Ziel brachte und damit das Spiel im Alleingang entschied.
 
Die beste Option ins Spiel zurück zu finden, bot sich Schwarzblau kurz nach dem 1:2 als erst ein Schuss von Benni Friesen auf der Linie geklärt wurde, der nächste Versuch von Manni Ruzgis zur Ecke geklärt wurde und Maik Amedick den Nachschuss knapp neben das Tor setzte.
 
In den Schlussminuten feuerte der SC Wiedenbrück nochmal aus allen Offensiv-Rohren, drängte auf den Anschluss, zerschellte mit seinen Angriffen aber immer wieder am herausragenden Tristan Duschke, der sich als Ein-Mann-Viererkette in jeden Schuss war und den Sieg letztlich über die Uhr brachte.
 
Trotzdem feierte nach Abpfiff unser Elf mit den mitgereisten Fans und darf sich nun auf das B64 – Derby am kommenden Samstag gegen den SV Lippstadt freuen. Anstoß im Jahnstadion ist dann um 14 Uhr.





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