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Ein wichtiger Punkt

Mittwoch, 4. Februar 2026 · 19:30 UhrRegionalliga West, 16. Spieltag

Schiedsrichter: Lukas DahmannLinienrichter: Noah Straeten, Lutz Meyersieck

Zuschauer: 383

2:2 gegen den SV Rödinghausen

Spielbericht vom 4. Februar 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    In einem Spiel mit zwei vollkommen unterschiedlichen Halbzeiten trennen sich der SC Wiedenbrück und der SV Rödinghausen mit 2:2 (0:1) unentschieden. Nachdem die Gäste im ersten Spielabschnitt dominierten und verdient mit 1:0 in die Pause gingen, ließ sich unsere Elf auch von dem unglücklichen 0:2 kurz nach dem Seitenwechsel nicht aus der Spur bringen. Der SCW kämpfte sich mit Wut und Wucht zurück in die Partie, glich durch Saban Kaptan und Konstantin Gerhardt zum 2:2 aus und hatte in der Schlussphase gleich mehrfach die Chance auf den Siegtreffer.

     

    Im ersten Spiel nach der dann doch etwas längeren Wintervorbereitung schenkte Sascha Mölders Joel Udelhoven und Rückkehrer Maik Amedick das Vertrauen in der Innenverteidigung. Die fluide Doppelsechs bildeten Mats Brune und Konstantin Gerhardt, auf den Außenbahnen verteidigten Christian Stabenau (rechts) und Daniel Sanchez (links), über die Schienen stürmten Benni Friesen und Sebastian Mai und im offensiven Zentrum feierte Moussa Doumbouye neben Saban Kaptan sein Startelfdebüt für den SC Wiedenbrück.

     

    Unsere Mannschaft erwischte in den Anfangsminuten den deutlich besseren Start und hatte nach fünf Minuten bereits eine spektakuläre Doppelchance, als zunächst Saban Kaptan aus spitzem Winkel die Latte traf und Benni Friesen mit dem Rebound am starken Dennis Gorka scheiterte.

     

    Umso schmerzafter, dass die Gäste im direkten Gegenzug mit 1:0 in Führung gingen, als Cottrell Ezekwem zunächst einen weiten Abschlag in die Spitze verlängerte und wenig später frei vor Marcel Hölscher die Ruhe behielt und kalt ins kurze Eck abschloss (7.).

     

    Mit der Führung im Rücken fanden die Gäste zu mehr Sicherheit in ihrem Spiel und beschäftigen unsere Mannschaft zumeist in der eigenen Hälfte. Als Christian Stabenau einen Schuss von Eduard Probst von der Linie kratzte (20.) und als Marcel Hölscher einen weiteren Schuss des Rödinghausener Top-Stürmers aus dem Knick boxte, wäre sogar eine höhere Gästeführung möglich gewesen.

     

    Den Halbzeit-Lucky-Punch hatte dann allerdings Benjamin Friesen auf dem Schlappen, als er quasi mit dem Halbzeitpfiff einen Schuss perfekt in den Winkel platzierte, Dennis Gorka die Kugel aber bärenstark aus dem Knick fischte.

     

    In den zweiten Spielabschnitt startete unsere Elf deutlich entschlossener und zielstrebiger. Erste Hoffnungen auf eine Wende im Spiel machte nach 54 Minute jedoch Simon Breuer zu Nichte, als er mit einem kuriosen Freistoß auf 2:0 für die Gäste erhöhte. Denn während der Ausführung rutschte Breuer aus und verpasste dem Ball so eine extreme Flugkurve, die den Schuss für Marcel Hölscher unhaltbar werden ließ.

     

    Bemerkenswert: Unsere Elf ließ sich von dem Rückstand keineswegs beeindrucken. Im Gegenteil: Sascha Mölders warf mit Fabio Riedl (für Mats Brune) und Davud Tuma (für Sebastian Mai) frische Energie auf den Rasen und sah nun eine wie entfesselt stürmende Wiedenbrücker Mannschaft, die nach 67 Minute auf 1:2 verkürzte, als Saban Kaptan am kurzen Pfosten einen Eckball über die Linie drückte.

     

    Jetzt waren die fast 400 Zuschauer voll da peitschten ihre Elf nach vorne und trugen so zwei Minuten später Konstantin Gerhardt lautstark Richtung Rödinghausener Tor, als er nach einem 40 Meter Solo plötzlich frei Dennis Gorka auftauchte und die Kugel im Stile eines Torjägers lässig zum 2:2 am langen Pfosten ablegte.

     

    Das Spiel gedreht, das Jahnstadion ein Tollhaus und noch über 20 Minuten auf der Uhr: Jetzt schien alles möglich zu sein.

     

    Und tatsächlich Benni Friesen hatte den Siegtreffer zwei Mal auf dem Fuß, Fabio Riedl verzog einen Seitfallzieher nur knapp und kurz vor Ende der regulären Spielzeit hätte es einen klaren Elfmeter für den SC Wiedenbrück geben müssen, als Schiedsrichter Lukas Dahmann nach einem Fernschuss ein Handspiel im Gästestrafraum nicht ahndete.

     

    Schlussendlich blieb es bei einem mitreißenden 2:2 Unentschieden, dass zwar rein arithmetisch nicht den ganz großen Sprung in der Tabelle bedeutet, aber dafür ein klares Statement im Kampf um den Klassenerhalt setzt: Denn mit dem SC Wiedenbrück ist zu rechnen. Bis zur letzten Minute, bis zur letzten Muskelfaser und bis letzten Tropfen Schweiß.

     

    Die nächsten Regionalligapunkte werden nun am kommenden Sonntag verteilt, wenn unsere Jungs in der HomeDeluxe auf die U23 des SC Paderborn treffen. Anstoß ist um 14 Uhr.