29.04.2021 - Westfalenpokal gegen den SC Verl

Die Formel: 120 + Hölle

Morgen Abend steht ab 18:30 Uhr im Fußballkreis Gütersloh für mindestens 90 Minuten die Zeit still. Denn im Viertelfinale des Westfalenpokals treffen mit dem SC Wiedenbrück und dem SC Verl die einzigen beiden Fußballmannschaften des Kreises Gütersloh aufeinander, die sich trotz vorherrschender Pandemiesituation im aktiven Spielbetrieb befinden und damit morgen auch offiziell die Kreismeisterschaft 2021 untereinander ausknobeln werden.

 

So häufig sich beide Mannschaften in den vergangenen Jahren auch duellierten und sich dabei zumeist knappste Spielverläufe lieferten: Die morgige Partie wird unter völlig neuen Vorzeichen angepfiffen werden, wie es Daniel Brinkmann treffend auf den Punkt bringt: „In den vergangenen Jahren haben sich beide Teams eigentlich immer auf Augenhöhe getroffen. Verl hat durch den Aufstieg in die 3. Liga dann aber einen riesigen Sprung in allen Bereichen gemacht, so dass mittlerweile von Augenhöhe eigentlich keine Rede mehr sein kann“.

 

Das Gute daran: Gänzlich unbekannt ist dem SC Wiedenbrück diese Ausgangslage nicht. Denn auch im Regionalligaalltag traf unsere Elf auf Mannschaften wie RW Essen, Borussia Dortmund II, Preußen Münster oder RW Oberhausen, die unter ähnlich professionellen Bedingungen arbeiten und eigentlich in einem ganz anderen Fußballkosmos unterwegs sind.

 

Und spätestens an dieser Stelle kommen die in großen Teilen bärenstarken Leistungen unserer Mannschaft in diesem Jahr ins Spiel, mit der sie den eben genannten Fußball-Kosmonauten in steter Regel diverse Punkte aus den Trainingsanzügen leierte.

 

„Auf dem Papier kann man ganz bestimmt von einem echten Klassenunterschied sprechen. Aber letztlich ist es ein Pokalspiel und nicht zuletzt ein Derby, in das wir alles hineinlegen und unsere Chance suchen werden“, freut sich unser Coach auf ein kerniges Duell, dass möglichst mit einer echten Überraschung enden soll: „Wenn sich uns eine Chance bietet, werden wir die auch nutzen“.

 

Nimmt man rein mathematisch die Parameter aus dem letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften, ist die daraus abzuleitende Formel verhältnismäßig simpel. Denn seinerzeit trafen sich die 22 Kicker nach 120 Minuten zu einem epischen Elfmeterschießen, in dem Marcel Hölscher nicht weniger als drei Elfmeter abwehrte und seine Jungs damit in die nächste Runde hievte.

 

Bei der herausragenden Form unserer Nummer eins könnte der Plan auch morgen Abend durchaus ein ausichtsreicher sein.

 

Darum drücken wir unseren Jungs die Daumen, dass sie den Gast aus Verl erst 120 Minuten im Zaum halten und Marcel Hölscher anschließend die Eintrittskarte für das Halbfinale abknipst.

 

Livestream auf Facebook

 

Eine ganz dringende Bitte unseres Sicherheitsdienstes an alle Fußballfreunde: Es macht keinen Sinn morgen Abend den Weg nach Wiedenbrück anzutreten. Das Jahnstadion ist blickdicht verriegelt, es gibt also keine Möglichkeit einen Blick auf das Spielfeld zu werfen.

 

Nutzen Sie daher bitte den Live-Stream, den der FLVW auf Facebook anbietet:

 

https://www.facebook.com/events/210330933930477/