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Der Befreiungsurknall

Samstag, 28. Februar 2026 · 14:00 UhrRegionalliga West, 24. Spieltag

Schiedsrichter: Jörn SchäferLinienrichter: Philipp Werner-Krestel, Jonathan Bäthge

Zuschauer: 653

4:0 gegen den Wuppertaler SV

Spielbericht vom 28. Februar 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Da sind wir wieder! Der SC Wiedenbrück gewinnt sein Heimspiel gegen den Wuppertaler SV hochverdient mit 4:0 (3:0) und verbessert damit nicht nur seine Situation im Rennen um den Klassenerhalt signifikant, sondern lädt zum Start in eine extrem wichtige Woche alle Akkus dank einer entfesselten Leistung randvoll mit Selbstvertrauen und Rückenwind.

     

    War der Nachmittag mit drei Treffern in einer mitreißenden ersten Halbzeit nicht schon verrückt genug, war speziell die Entstehung des ersten Wiedenbrücker Treffers eine der Geschichten, die tatsächlich nur der Fußball schreibt.

     

    Denn unser Coach Sascha Mölders schenkte auf der rechten Außenbahn erstmalig in dieser Saison unserem U19 – Spieler Elia Schütte das Vertrauen und wurde gleich nach drei Minuten für seinen Mut belohnt, als Elia einen zu kurz abgewehrten Ball aus gut 25 Metern auf das Wuppertaler Tor abfeuerte und die Kugel leicht abgefälscht zum 1:0 im Netz einschlug: „Elia hat in den vergangenen Wochen richtig gut trainiert. Der erste Startelfeinsatz war dafür die Belohnung. Wir haben am Donnerstag zum ersten Mal mit ihm gesprochen, dass er eventuell in der Startelf steht und es ihm dann heute endgültig mitgeteilt. Er hat ein überragendes Spiel gemacht, wir freuen uns alle sehr für ihn“, war Sascha Mölders nach dem Spiel voll des Lobes für seinen Schützling, der mit seinem Treffer die Lotter-Tor-Blockade pulverisierte und seine Elf in den kompletten Turbomodus schaltete.

     

    Mit der Führung im Rücken zeigte der SC Wiedenbrück eine begeisternde erste Hälfte. Mit absoluter Überzeugung und dem unbändigen Willen mit einem Sieg den Abstand auf den (derzeit) ersten Nichtabstiegsplatz auf zwei Punkte zu minimieren, löste unsere Elf aus einer nicht zu knackenden Defensive immer wieder flinke Angriffe aus, die von den Gästen kaum zu verteidigen waren.  

     

    Die Basis für den Wiedenbrücker Erfolg war aber nicht nur physische Stärke. Auf dem bestens präparierten und zwei Mal gewalzten Rasen des Jahnstadions setzten unsere Jungs auch spielerisch die Benchmarks. Und spätestens als unsere Elf mit einer One-Touch-Kombination über Timo Kondziella, Moussa Doumbouya und Benjamin Friesen die Wuppertaler Defensive chirurgisch aufgeschnitten hatte und so das 2:0 durch Konstantin Gerhardt mit einem fußballerischen Filetstück vorbereitete, war Schwarzblau nicht mehr zu stoppen.

     

    Eine weiter Viertelstunde später war erneut Zielspieler Moussa Doumbouya der Wegbereiter für den nächsten Wiedenbrücker Treffer, als er Davud Tuma aus der Drehung perfekt in Szene setzte und Davud mit einem abgekappten Schuss gegen die Laufrichtung von Ngemba Luyambula das 3:0 und damit einen berauschenden Halbzeitstand erzielte.

     

    Feuerte der WSV in Halbzeit eins nicht einen ambitionierten Schuss auf des Hölschers Gehäuse ab, musste unsere Nummer eins kurz nach der Pause erstmalig den Haftschaum ausrollen, als er gegen Jeremy Aydogan mit einem starken Reflex parierte und damit den strohfeuerartigen Angriffsbemühungen der Gäste schnell den Sauerstoff entzog.

     

    Fortan stand die bestechende zentrale Defensive um Maik Amedick, Haris Chantzopoulos und dem alles wegsaugenden Staubsauger Fabio Riedl auf der Sechs maximal stabil.

     

    In der Offensive erspielten sich unsere Jungs mit gut dosiertem Schub die ein oder andere Torchance und krönten den Nachmittag dann nach 81 Minuten als Benjamin Friesen mit einem verwandelten Handelfmeter den 4:0 Endstand knipste.

     

    „Es hat sich abgezeichnet, dass die Jungs total heiß ins Spiel gehen. Die standen heute Morgen schon mit Schaum vor dem Mund vor der Kabine und haben darauf gebrannt, dass es endlich los geht. Natürlich freue ich mich ganz besonders für Elia Schütte, der Junge trainiert seit Wochen bei uns mit und hat sich mit dem Startelfeinsatz die Belohnung für die starken Trainingsleistungen abgeholt. Dass er dann auch noch trifft und eine überragende Leistung zeigt, freut mich total. Wir haben heute hinten wieder richtig gut gestanden, fast nichts zugelassen und vorne mit Davud Tuma, Benjamin Friesen und Mousa Doumbouya immer wieder Nadelstiche gesetzt. In Lotte war die Leistung schon ähnlich gut, jetzt haben wir auch Tore gemacht: So kann es gern weitergehen“, freute sich ein sichtlich stolzer Coach zurecht über die Premiumleistung seiner Mannschaft.

     

    Da kommt es uns doch gerade recht, dass wir bereits am Mittwochabend wieder das Flutlicht im Jahnstadion anknipsen, wenn das Nachholspiel gegen die U23 des 1. FC Köln (Anstoß 19:30 Uhr) ansteht.

     

    So groß die Freude nach Spielschluss auch war, stand der Nachmittag aber auch im Zeichen des verstorbenen Manfred „Manni“ Subryhs. Unsere Elf lief mit Trauerflor auf und die Wiedenbrücker Jungs reckten während der Trauerminute vor dem Spiel ein Banner in die Höhe.

     

    Manni & Moni: Der Sieg war ganz bestimmt auch für Euch!