Männer im Regen

Schiedsrichter: Tobias EschLinienrichter: Kevin Orbach, Lukas Dahmann
Zuschauer: 435
0:2 gegen Bor. M'gladbach II
Spielbericht vom 14. März 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
An einem schlimmen Abend unterliegt der SC Wiedenbrück der U23 von Borussia Mönchengladbach mit 0:2 (0:1). Obwohl unsere Elf über weite Strecken eine stabile Leistung zeigte, grüßte am Ende gleich mehrfach das Murmeltier der vergangenen Wochen.
Als gegen Ende des Spiels Sascha Mölders Hoodie im kalten Wiedenbrücker Märzregen leichte Nebelschwaden produzierte, konnte man bereits erahnen, dass sich in unserem Coach etwas zusammenbraut.
Denn der Spielverlauf spiegelte letztlich den gesamten bisherigen Saisonverlauf mit allen Höhen und vor allem den Tiefen in 90 Minuten wider.
Taktisch clever ausgerichtet begegnete unsere Elf der besten Auswärtsmannschaft der Liga mit einer 5:3:2 Ordnung, in der unsere Elf auf ein aktives Pressing verzichtete und die jungen Fohlen eng gestaffelt in der eigenen Hälfte in Empfang nahm. So verdichtete unsere Elf vor allem das Zentrum geschickt und nahm dem konterstarken Bundesliganachwuchs so komplett Tempo und Kreativität um nachhaltig torgefährlich zu werden.
Da auch die Gäste das letzte Risiko scheuten, entwickelte sich eine ereignisarme anfangs halbe Stunde, in der einzig Gladbachs Fänger Tiago Pereira Cardoso positiv auffiel, der seine Vorderleute mit leichtem Jorge Gonzales - Akzent lautstark und charmant dirigierte: „Bravo Boys“, „Bravo Bellissimo“.
Vor den Toren geschah bis zur 40. Minute so gut wie nichts, dann gingen der Gegner des SC Wiedenbrück (wie so oft in dieser Saison) aus dem Nichts mit 1:0 in Führung, als Yannick Michaelis nach einem weiten Ball von Jakob Zickler die Kugel aus fast unmöglichem Winkel zur Führung der Borussia an Marcel Hölscher vor im Netz unterbrachte.
Ein bitterer, weil unverdienter Rückschlag, den unserer Trainerteam mit einer offensiveren Ausrichtung in der zweiten Hälfte beantwortete. Davud Tuma übernahm für Vigo Wernet die Zehner – Position und sorgte mit seinen Tempodribblings gleich für Betrieb rund um den Strafraum der Fohlen sorgte und die erste echte Druckphase unserer Elf einleitete. Früh hatte Konstantin „Gerdchen“ Gerhardt die Möglichkeit auf den Ausgleich, als er frei vor dem Tor seines Ex-Vereins auftauchte, aber an einer Fußabwehr von Tiago Pereira Cardoso scheiterte (49.)
Preis der offensiveren Ausrichtung war der ein oder andere Raum in der Wiedenbrücker Deckung, den die Gäste mit jetzt mit Tempo bespielten und durch Yannick Michaelis eine Großchance verbuchten, als der Linksfuß aus der Drehung abzog, aber in letzter Instanz noch geblockt werde konnte (54.).
War Schwarzblau jetzt gut in der Partie und übte massiven Druck auf die Abwehr der Gäste aus, implodierte die Partie ab der 69. Minute in Gänze. Denn da verweigerte Schiedsrichter Tobias Esch dem Ausgleichstreffer von Maik Amedick die Anerkennung und lag damit ganz offensichtlich deutlich neben einer richtigen Entscheidung, denn unser Innenverteidiger lief gut getimt in einen Eckball von Mats Brune und nickte die Kugel komplett ohne Gegnerkontakt ins Tor. Ganz bitter
Gut zehn Minuten später spitzte sich der Abend weiter zu, als Saban Kaptan nach einem Disput mit Divine Dillon Berko mit Gelb-Rot bedacht wurde. Brisant war diese Szene, da der Konflikt aus einer Freistoßentscheidung resultierte, die zumindest der Kategorie zweifelhaft angehörte.
Entmutigen ließ sich der SC Wiedenbrück nicht erspielte sich auch in Unterzahl noch gute Torchancen, belohnte sich (wie so oft) aber nicht.
Zur tragischen Person des Abends wurde in der Schlußminute ausgerechnet mit Maik Amedick der vielleicht beste Wiedenbrücker an diesem Abend, der mit einem verunglückten Rückpass Marcel Hölscher überwand und auf 0:2 stellte.
Bei der anschließenden Pressekonferenz entlud sich dann bei unserem Coach der angestaute Frust der vergangenen Wochen: „Ich habe den Jungs eben gesagt, dass es mir unendlich leidtut. Sie haben ihr Herz auf dem Platz gelassen und es den Gladbachern so unfassbar schwer gemacht. Sie werden dann bestraft und können überhaupt nichts dafür. Wir haben uns die Szene vor dem vermeintlichen 1:1 jetzt 800 Mal angesehen, wir köpfen den Ball ins Tor, es ist nicht mal ansatzweise ein Foul und der pfeift Freistoß“, ließen die heutigen Schiedsrichterentscheidungen das Möldersche Schiedssrichter – Gedulds - Faß zum Überlaufen bringen.
Bleibt nur eins: Voller Fokus auf das Spiel am kommenden Samstag bei RW Oberhausen und ein weiterer Anlauf auf den zweiten Dreier des Jahres 2026. Angestoßen wir um 14 Uhr im Stadion Niederrhein.



















