Kondziellaaaaaaaaaaaaaaaaa

Schiedsrichter: Lars BramkampLinienrichter: Jonas Fischbach, Niklas Simpson
Alles ist wieder möglich
Spielbericht vom 10. Mai 2026
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So viele Tiefen die Regionalligasaison 25/26 bislang für den SC Wiedenbrück auch breithielt, so aussichtslos die Situation noch vor wenigen Tagen aussah: Der komplett verrückte 1:0 Sieg unserer Elf beim SV Rödinghausen bietet die steilste aller Steilvorlagen um im finalen Spiel der Saison am kommenden Samstag gegen die U23 von Borussia Dortmund vielleicht doch noch für ein mittelgroßes Fußballwunder zu sorgen.
Die Brisanz der Partie ließ sich bereits Minuten vor dem Anpfiff am einzigen Rödinghausener Kassenhäuschen für den Heimbereich ablesen, als über eine halbe Stunde vor Start der Partie, die Haupttribüne bereits komplett ausverkauft war.
Auf dem Rasen trafen sich beide Teams dann mit spürbarem Respekt. Während unser Coach Dominik Sammer in der Defensive einen robusten und zweikampfgierigen Block auf den Platz gestellt hatte, an dem sich die Gastgeber lange die Zähne ausbissen, scheuten der SV Rödinghausen nahezu jegliches Risiko, um nicht durch schnelle Umschaltaktionen in Bedrängnis zu geraten.
Entsprechend waren Torraumszenen im ersten Durchgang rar gesät. Abgesehen von Marco Hober, der nur den Wiedenbrücker Außenpfosten traf und Chancen von Saban Kaptan (zielt nach einem abgefangenen Rückpass nur knapp über das Tor) und Konstantin Gerhardt (verzieht freistehend knapp) waren die Duelle zwischen Saban Kapatan und Paterson Chato, als in den Zweikämpfen zwei absolute tektonische Platten aufeinander trafen und ein Querschläger, der auf der Tribüne einem Zuschauer unter dem Jubel seiner Kumpels einen Becher Bier aus der Hand schlug, die einzigen Highlights.
Zum zweiten Durchgang erschienen beide Teams mit deutlich mehr Dynamik. Hatte Rödinghausen die Option mit einem Sieg alle theoretischen Zweifel am Klassenerhalt zu eliminieren, befeuerte auf Wiedenbrücker Seite der Zwischenstand im Spiel Düsseldorf U23 – Wuppertal die zarte Hoffnung mit einem Sieg auf den 16. Rang springen zu können.
Zunächst gelang es den Gastgebern allerdings ihren Top-Torjäger Eduard Probst in Stellung zu bringen, der allerdings aus Nahdistanz an einer eigentlich unmenschlichen Parade von Marcel Hölscher scheiterte, als „Hölle“(im Stile der jungen Siegfried & Roy, nur eben ohne Löwen) im Liegen einen Lupfer zunächst mit einer Hand aus der Luft fischte und den anschließenden Nachschuss unter seinem Körper begrub.
Nach dem zwischenzeitlich Timo Kondziella spektakulär auf der Linie klärte und kurz vor Ende der regulären Spielzeit Hexer Hölscher bei einem Kopfball nochmal einen magischen Reflex ausgepackt hatte, gelang unserer Elf ein crazy lucky Punch, als sich Timo Kondziella mit mehreren verrückten Tricks gegen drei Rödinghausener durchsetzte, im Fallen artistisch abzog und die Kugel erst abgefälscht und dann von Matthis Harsmann touchiert in Zeitlupe über die Linie kullerte (90. +3).
Anschließend: Salto von Kondziella, komplette Eskalation auf dem Rasen und bei den Wiedenbrücker Jungs auf der Tribüne. Sekunden danach der Abpfiff. Ein gelbes Knäuel Wiedenbrücker Spieler tobte auf dem Rasen und suchte dann sofort den Weg zu den Fans, die völlig außer Rand und Band und unter Entledigung jeglicher Oberkörperbekleidung ihre Mannschaft extatisch feierten.
Zurecht: Denn mit diesem Sieg springt der SC Wiedenbrück auf den 16. Tabellenrang und hat in dem immer noch möglichen Düsseldorf – Szenario jetzt die Option am kommenden Samstag aus eigener Kraft denn Klassenerhalt (einen Abstieg von Fortuna Düsseldorf aus der 2. Liga vorausgesetzt) zu schaffen.
Darum kommen Sie am Samstag ins Jahnstadion. Denn egal wie die Saison nun am Ende ausgeht: Die Mannschaft von Dominik Sammer hat so viele fiese Rückschläge weggesteckt und sich nun den einen Strohhalm geschnappt, der die Hoffnung auf den Klassenerhalt doch noch real werden lassen kann.
Lassen sie uns einen leidenschaftlichen und aufregenden Fußballnachmittag verbringen und gemeinsam im Jahnstadion unsere Mannschaft unterstützen.
Anstoß: Samstag 14 Uhr im Hexenkessel an der Rietberger Straße 29














































