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Kalte Kölner

Samstag, 1. August 2026 · 14:00 UhrRegionalliga West, 1. Spieltag

1:2 trotz starker Leistung

Spielbericht vom 1. August 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Der SC Wiedenbrück unterliegt zum Saisonauftakt bei der U23 des 1. FC Kölns mit 1:2 (1:1). Nach einer bärenstarken Auswärtsleistung musste sich unsere Elf am Ende dem Profinachwuchs und vor allem deren kalter Effizienz knapp und unverdient geschlagen geben.

     

    1.375 Zuschauer darunter viele Mitglieder der aktiven Kölner Fanszene, die das beschauliche Franz-Kremer-Stadion vor dem Anpfiff kurzerhand in ein komplettes Rauchinferno verwandelten, entwickelte sich vom Start weg eine intensive Partie, in der unsere Elf in der Defensive so gut wie nicht zu bezwingen und in der Offensive immer wieder empfindliche Nadelstiche setzte.

     

    Denn trotz zahlreicher Ausfälle (Sebastian Mai, Niklas Tuppeck (beide Leiste), Max Ritter, Iskender Aslan (beide erkrankt) und Joschka Kroll (Sprunggelenk) fallen neben den Langzeitverletzten Marlon Lakämper (Leiste) und Elia Schütte (Mittelfußbruch) )hatte Dominik Sammer sein Team perfekt auf den FC feingetunt.

     

    In der Defensive hatte unser Coach mit Maik Amedick und Haris Chatzopolous (Innenverteidigung), Alessandro Toia (rechts hinten), Julius „Bochi“ Bochmann (links hinten), Tim Geller und Marius Zentler einen brachialen Block auf den Rasen geschickt, der von den Kölner Hochgeschwindigkeitstalenten so gut wie nie zu knacken oder in Bedrängnis zu bringen war.

     

    In der Offensive starteten Davud Tuma und Leon Kayser auf den Schienen und Saban Kaptan (Zehn) und Niklas Szeleschus in der Spitze und hatten gleich nach sieben Minuten die Monsterchance auf die Führung, als Davud Tuma nach starker Vorarbeit von Marius Zenter die Kugel nur um Schweißtropfenbreite am Tor vorbeisetzte.

     

    In der Folge verfingen sich die Kölner Angriffsbemühungen immer wieder in der gut organisierten und bissigen Wiedenbrücker Defensive. So knipsten Maik Amedick und Haris Chatzopoulos unter anderem die Superstar – DNA von Malek El Mala (der Bruder von Said El Mala) komplett aus und ließen im ersten Durchgang genau eine Torchance zu. Da parierte Marcel Hölscher zunächst überragend eine 1:1 Situation, hatte dann aber gegen den Nachschuss von Luiz Labenz keine Chance, der aus neun Metern zum überraschenden 1:0 für den FC einschob (19.).


    Hätte diese Szene durchaus ein Kipppunkt im gesamten Spiel werden können, hatte unsere Elf mit dem nächsten Angriff eine direkte Antwort parat. Denn da legte Saban Kaptan eine weite Flanke von der rechten Seite sauber per Kopf am langen Pfosten im Kölner Tor ab und erzielte damit Sekunden vor der Hydartion Break den wichtigen 1:1 Ausgleich (22).

     

    Während Saban Kaptan kurz vor der Pause im Stile des jungen Uwe Seelers die Kugel mit dem Hinterkopf auf das Tordach köpfte, blieben die Gastgeber komplett ohne Torchance.

     

    Nach der Pause nahm die Intensität der Partie kurzzeitig deutlich zu. Schiedsrichter Emircan Kandemir lieferte zwar in ein bis drei Situationen, dass er in der Nacht zuvor nicht zwingend in einem schwarz-blauen Frotteeschlafanzug übernachtet hatte, bekam die Partie mit einer Handvoll gelber Karten schnell wieder in den Griff.

     

    Anschließend näherte sich die Erlebnisamplitude des Spiels der kompletten Nulllinie. Während unsere Elf durch die starke Defensive das Spiel kontrollierte, hatten die Gastgeber irgendwann Tempo und Zielstrebigkeit verloren, um irgendeine Art von Druckphase aufzubauen.

     

     

    Als viele Zuschauer die Partie mit einer verdienten Punkteteilung bereits gedanklich abgeheftet hatten, war es letztlich der eine weiche Moment in der Wiedenbrücker Defensive, als Luiz Labens eine Flanke von der linken Seite zum 2:1 in den Winkel köpfte und damit dem Spiel eine unvorhergesehene und vor allem unverdiente Wendung gab (83.).

     

    Besonders bitter: Unsere nie aufgebende Mannschaft hatte tief in der Nachspielzeit durch den eingewechselten Furkan Yilmaz eine mega Chance auf den Ausgleich, seinen Schuss aus zwölf Metern klärten am Ende Kölns Fänger Mikolaj Marutzki im Verbund mit zwei Abwehrspielern mit maximaler Mühe auf der Torlinie.

     

    Was nehmen wir mit: Eine richtig, richtig gute Leistung unserer Mannschaft, die Lust auf das kommende Heimspiel gegen den SV Bergisch Gladbach macht und die mit etwas mehr Spielglück ein Unentschieden verdient gehabt hätte.

     

    Aber: Nachdem wir zum Ende der vergangenen Saison das Glück-Girokonto bei der Regionalligabank in Kaiserau kurz mal kräftig überzogen haben, nehmen wir das Ergebnis so hin und werden am kommenden Sonntag ab 14 Uhr wieder versuchen das Glück auf unsere Seite zu biegen!