Magie und Wahnsinn

Schiedsrichter: Niklas SimpsonLinienrichter: Nils Hasse, Lars Sielemann
Zuschauer: 484
1:3
Spielbericht vom 9. August 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Der SC Wiedenbrück unterliegt im ersten Heimspiel der neuen Saison dem SV Bergisch Gladbach mit 1:3 (1:1). Die Partie folgte der überragenden Choreo unserer Wiedenbrücker Jungs, die vor Anpfiff mit dem Motto „Zwischen Wahnsinn und schwarzblauer Magie“, auf den spektakulären Klassenerhalt in der vergangenen Saison hindeuteten, letztlich den heutigen Spielverlauf treffender nicht hätten formulieren können.
Denn nach guter (und leicht magischer) erster Halbzeit geriet unsere Elf nur Sekunden nach der Halbzeitpause mit 1:2 in Rückstand, vergab (wahnsinnig) viele Torchancen und blieb letztlich erneut ohne Punkte.
Vor nahezu 500 Zuschauern startete unsere Mannschaft willig und gut organisiert in die Partie. Dominik Sammer vertraute der Startelf aus dem starken Spiel gegen die U23 des 1. FC Köln, verzichtete jedoch auf ein zu offensives Pressing und bot dem Aufsteiger so einen stabilen, defensiven Block an, aus dem sein Team immer wieder schnelle Umschaltaktionen auslöste und zahlreiche gute bis sehr gute Torchancen generierte.
Leon Kayser (wird kurz vor dem Tor geblockt), Maik Amedick (sein Kopfball fliegt knapp über das Tor) und Haris Chantzopoulos (jagt die Kugel volley knapp am langen Pfosten vorbei) hatten allein in den ersten 20 Minuten glasklare Chancen auf den Führungstreffer.
Ähnlich wie am vergangenen Samstag in Köln geriet der SCW dann aber überraschend in Rückstand: Nachdem zunächst Niklas Szeleschus extrem notbremsig von gleich zwei Gästeverteidigern kurz vor dem Strafraum zu Fall gebracht wurde, der fällige Pfiff aber aus blieb, setzte sich Finn Stromberg kurze Zeit später nach einem Eckball halblinks im Strafraum stark durch und brachte die Gäste mit dem ersten Torschuss gleich mal mit 1:0 in Führung.
Ebenfalls deckungsgleich zur Vorwoche hatte unsere Elf eine schlagfertige Antwort parat. Denn im direkten Gegenzug schickte Julius „Bochi“ Bochman Leon Kayser mit einem klasse Pass auf die Grundline, Kayser legte die Kugel artistisch zu Davud Tuma zurück, der aus fünf Meter keine Mühe hatte den 1:1 Ausgleich zu erzielen (33.).
Mit dem Treffer im Rücken drückte Schwarzblau jetzt mit Nachdruck auf den Führungstreffer: Zunächst musste ganz Bergisch Gladbach nach einer Ecke auf der Linie klären, ehe Marius Zentler am Gäste-Fänger hängen blieb. Eine Minute später stürmte Saban Kaptan nach einem weiten Abstoß von Marcel Hölscher und starker Vorarbeit von Niklas Szeleschus allein auf Schulze zu, wurde beim Abschluss aber in maximaler Not noch geblockt.
War der SC Wiedenbrück im ersten Durchgang die deutlich bessere Mannschaft, wechselte das Momentum mit der ersten Aktion der zweiten Halbzeit direkt zu den Gästen. Denn da versenkte Ardit Mimini einen Konter technisch perfekt flach im langen Eck zur 2:1 Führung und stellte den bisherigen Nachmittag damit komplett auf den Kopf.
Unsere Elf blieb in der Folge bemüht, erspielte sich unter anderem durch Davud Tuma, Sebastian Mai (3x) und Leon Kayser, der nur den Pfosten traf, mehrfach die Chance auf den Ausgleich, musste durch einen ebenso umstrittenen wie verwandelten Foulelfmeter von Tristan Arndt eine gute Viertelstunde vor dem Ende aber den 3:1 Siegtreffer hinnehmen.
„Was wir in der ersten Halbzeit liegengelassen haben, ist ohne Worte. Wie wir dann aus der Halbzeit kommen, war einfach nicht gut. Dass wir dieses Spiel am Ende noch verlieren ist eigentlich unglaublich, aufgrund der zweiten Halbzeit aber auch nicht unverdient. So ehrlich muss man sein“, hatte Dominik Sammer, der zwei vollkommen unterschiedliche Halbzeiten zwischen Magie und Wahnsinn gesehen hatte.
Bereits am Freitagabend hat unsere Elf dann die nächste Chance die ersten Regionalligapunkte einzusammeln, denn dann läuft unser Team beim Überraschungszweiten Westfalia Rhynern auf. Anstoß ist in der Kümpel + Hellmeister-Arena ist um 19:30 Uhr





































