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Gegen alle Widerstände

Samstag, 12. September 2026 · 14:00 UhrRegionalliga West, 8. Spieltag

Schiedsrichter: Fynn GottschalkLinienrichter: Jens Laux, Marvin Dominik Szlapa

Zuschauer: 392

Heimsieg gegen Paderborn

Spielbericht vom 13. September 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    „Wir waren zwischen den Strafräumen besser, Wiedenbrück war in den Strafräumen besser“, brachte Paderborns Coach Thomas Bertels die vorhergehenden 90 Minuten treffsicher auf den Punkt. Denn über die gesamte Spielzeit hatte sich seine Elf die Zähne an einer unerbittlichen schwarzblauen Defensive ausgebissen, ehe Tom Krüger unsere Mannschaft mit der ersten echten Torchance zum ersten Heimsieg schoss.

     

    Bis es soweit war musste unsere Elf allerdings lange leiden, etliche Paderborner Angriffe abwehren und speziell in letzter Linie unzählige defensive Zweikämpfe führen und vor allem gewinnen.

     

    Paderborn startet stark

     

    Denn die Gäste übernahmen vom Start weg das Kontrollzentrum des Spiels, ließen den Ball dank starkem Pass- und Positionsspiel nicht nur flott durch die eigenen Reihen zirkulieren, sondern holten sich die Kugel nach Ballverlusten zumeist binnen weniger Sekunden postwendend wieder zurück.

     

    Speziell im ersten Durchgang ließen die Bertelsmänner unserer Defensive kaum Luft zum Atmen und suchten zumeist mit der feinen Klinge den Weg nach vorne. Dort trafen sie allerdings auf eine brachiale Wiedenbrücker Defensivformation die vom nominellen Alter her eigentlich komplett grün hinter allen Ohren hätte sein müssen, aber schnell zeigten, dass sie genau diese feine Klinge auf einen kollektiven Amboss traf, der an diesem Tag nicht zu knacken war.

     

    Die Defensive überragt

     

    Denn mit dem endlich wiedergenesenen Joschka Kroll (20), Julius „Bochi“ Bochmann (21) und Alessandro Toia (20) war die defensive Dreierkette zwar genauso blutjung, wie die Doppelsechs um Marius Zentler (21) und Tom Krüger (20), aber auch ausgestattet mit einer beeindruckenden Resilienz und Ausdauer die Angriffe der Gäste stoisch und mit gleichbleibender Qualität zu verteidigen.

     

    Alles was da dennoch auf das Tor flog fischte ein guter Marcel Hölscher mit guten Haaren sicher aus allen bedrohten Ecken und war damit Garant für ein gefühlt glückliches 0:0 zur Halbzeit.

     

    Tom Krüger trifft zum dritten Mal im zweiten Spiel

     

    Zum zweiten Durchgang holte Dominik Sammer schärfstes Offensivmesser aus der Schublade und wechselte den unter der Woche kränkelnden Davud Tuma für Janis „Toni“ Seiler ein und bewies damit ein glückliches Händchen, denn nur acht Minuten nach Wiederanpfiff leitete unsere Nummer 27 mit einem Sensationspass (den Samuele Carella noch clever verlängerte) das 1:0 ein, als er Tom Krüger auf die Reise schickte und der mit einem präzisen Abschluss ins lange Eck Florian Pruhs keine Chance ließ zur 1:0 Führung einnetzte und anschließend erneut den leicht angeschrägten Krüger – Salto abfeuerte.

     

    In der Folge besaßen die Gäste zwar erneut mehr Ballbesitz, aber abgesehen von zwei Schüssen von Julius Bugenhagen (zielt erst drüber, dann hält Hölscher mit dem ganz langen Fuß) brannte im Wiedenbrücker Strafraum nichts mehr an.

     

    Davud Tuma verpasst das 2:0

     

    Auf der anderen Seite hätte Davud Tuma eine Viertelstunde vor dem Ende die endgültige Entscheidung herstellen können, als er nach intensivem Solo mit seinem Schuss an Pruhs hängen blieb.

     

    Am Ende fiel die Szene aber nicht mehr ins Gewicht, denn nach 93 spannenden und mitreißenden Minuten hatte unsere Elf den ersten Heimsieg eingeschweißt und mit nun neun Zählern den Anschluss an das Mittelfeld der Liga geschafft.

     

    „Wir mussten vor dem Spiel wieder umstellen und haben jetzt im achten Spiel zum achten Mal die Systematik angepasst. Wir hatten mehr U23 Spieler auf dem Platz als Paderborn und haben trotzdem brutal verteidigt und gegen alle Widerstände den ersten Heimsieg geholt. Nur das zählt und darum bin ich heute vor allem mit dem Ergebnis hochzufrieden“, sprang sein Team dank des zweiten Dreiers in Folge auf den 15. Tabellenplatz und dockt in einer Liga, in der momentan jeder jeden schlägt damit ans Mittelfeld an und hat auf den siebten Tabellenplatz lediglich zwei Zähler Rückstand.

     

    Auf geht's nach Bocholt

     

    Diesen Platz belegt übrigens mit dem der 1. FC Bocholt unser Gegner am nächsten Spieltag, denn wir reisen am kommenden Samstag an den frisch durchrenovierten Hünting und schauen dort ab 14 Uhr mal, ob wir den hochambitionierten „Schwatten“ nicht auch den ein oder andere Punkt aus der Eckfahne leiern können!