Die zweite Hand Gottes

Heimspiel gegen Dortmund II
Artikel vom 17. Mai 2026
Der Vorbericht wird präsentiert von:
Für den SC Wiedenbrück endet morgen Nachmittag mit einem Heimspiel gegen die U23 von Borussia Dortmund die Regionalligasaison 25/26. Anstoß im Jahnstadion ist um 14 Uhr.
Durch zwei Siege in den vergangenen beiden Meisterschaftsspielen hat sich unsere Elf unter dramatischsten Umständen zumindest ein kleines Finale erspielt, denn sollte unsere Mannschaft den 16. Tabellenplatz verteidigen und Fortuna Düsseldorf aus der 2. Liga absteigen würde genau dieser Platz zum Klassenerhalt berechtigen.
„Wir schauen nur auf das, was wir beeinflussen können. Und darum geht es für uns nur um eins: Ein Sieg gegen die Borussia Dortmund U23“, beendet Dominik Sammer schnell alle Eventualitäten und lenkt den Fokus auf seine Elf und die komplizierte Aufgabe gegen den Bundesliganachwuchs, der in Teilen unter der Woche am Gewinn des Premier League International Cup beteiligt war.
Denn dort gewann eine Dortmunder Mischung aus U23 und U19 mit 1:0 gegen Real Madrid und sorgte so für einen der größten Erfolge des schwarz-gelben Nachwuchses.
„Für uns macht das die Vorbereitung nicht zwingend leichter, weil so nicht absehbar ist, wer bei uns auflaufen wird“, leitet unser Coach daraus allerdings eine verhältnismäßig klare Vorgabe für sein Team ab: „Im Hinspiel (2:2) haben zehn Dortmund im Griff gehabt, morgen müssen wir es schaffen alle Elf zu kontrollieren“, hätte unsere Mannschaft in der Roten Erde eigentlich einen Sieg verdient, scheiterte aber letztlich an Babis Drakas, der auf der rechten Dortmund Angriffsseite überragte und an beiden Treffern maßgeblich beteiligt war.
Auf maximalen Beschuss wird sich hingegen Marcel Hölscher freuen, der in Rödinghausen eine außerirdische Leistung zeigte und damit entscheidend den Weg für den späten Siegtreffer bereitete. In der verrücktesten Szene fischte „Hölle“ die Kugel, auf dem Boden liegend und mit dem Rücken zum einschussbereiten, Eduard Probst vom Fuß. Anschließend parierte er noch einen Kopfball aus Nahdistanz scheinbar mit der zweiten Hand Gottes, die in dieser Szene ganz Wiedenbrück mit den Gemeinden St. Aegidius und St. Pius vor einem entscheidenden Gegentreffer behütete.
Personell kann unser Coach nahezu auf den gesamten Kader zurückgreifen, nur der langzeitverletzte Marlon Lakämper und Joschka Kroll, der sich in Rödinghausen einen Außenbandriss im Knöchel zuzog stehen nicht zur Verfügung.
Dafür kehrte bereits am vergangenen Spieltag Davud Tuma ins Spieltagsaufgebot zurück, der trotz eines Bruches in der Hand auf einen Einsatz brennt: „Tuma ist top. Er ist unfassbar wichtig auf dem Platz und in der Kabine. Ich bin extrem glücklich, dass er sich trotz dieser Verletzung in den Dienst der Mannschaft stellt und unbedingt helfen möchten“, ist unser Außenbahnpfeil, der zuvor lange aufgrund einer komplizierten Gesichtsfraktur mit einer Maske spielte, ein absoluter Führungsspieler an dessen Willen und Einsatzbereitschaft eine ganze Mannschaft über sich hinaus wachsen kann.
Also Wiedenbrücker: Kommt ins Jahnstadion und helft mit ein kleines bis mittelgroßes Fußballwunder auf den Weg zu bringen, damit wir auch in der kommenden Saison Viertligafußball im Jahnstadion spielen dürfen.
Rauf auf’s Rad: Wir freuen uns auf Euch!
